Allgemeine Krankenhäuser; Verwaltung. 871
verabfolgt werden; man nehme sie völlig weiss, nicht grau und gebeihnen kein zu grosses Format; man wähle vielmehr lieber ein kleinesund lasse diese recht oft wechseln.
Auch an anderer Wirthschaftswäsche auf den Abtheilungen undsonstwie, im Hausgebrauch (Tücher zur Ess- und Trinkgeschirrreini-gung, für Closet-, Unterschieber-, Uringlasreinigung, Waschlappen u. s. w.)lasse man gerade im Krankenhaus keinen Mangel eintreten, da hier dieReinigung von ganz besonderer Bedeutung ist.
Grosse Wichtigkeit ist den Ausbesserungen, dem Ausrangiren unddem Ersatz an Bekleidungs- und Wäschegegenständen beizulegen. Jebesser die Wäsche von der Verwaltung gehalten wird, je seltener siemit Löchern und je besser ausgeflickt sie auf die Abtheilung kommt,um so besser wird sie auch von den Kranken selbst gehalten.
Auf die Schonung aller Gebrauchsgegenstände und vor allem auchder Bekleidungs- und Lagerungsgegenstände muss die erste Pflegerinsehr achten. Die Kleider müssen beim Ausziehen sorgfältig geordnetauf einen Stuhl am Bett zusammengelegt oder an einen Haken, der inder Nähe des Bettes oder am Bett selbst befestigt ist, angehängt werden.Recht gut ist die Amerikanische Einrichtung einer besonderen Räumlich-keit an der Baracke, in der die Kleider an einem entsprechend derBettnummer nummerirten Haken aufbewahrt werden, nachdem der Krankesich zu Bett gelegt hat.
Ein gewisser, nicht zu umfänglicher, aber doch für gewöhnlichenGebrauch ausreichender Wäschevorrath kann in jeder Krankenabtheilunggehalten werden; am besten ebenfalls wieder in einem bestimmtenNebenraum in einem Wäscheschrank. Bei dieser Einrichtung hat es dieerste Pflegerin in der Hand an Patienten, welche erfahrungsgemässschlecht mit dem Material umgehen, auch abgebrauchtere und ältereStücke zu verabfolgen. Auch wird so natürlich die Lauferei zum Ma-gazin eingeschränkt.
Was nun die Rückgabe der Bekleidungs- und Lagerungsgegenständevon Seiten der Station anlangt (sie sollen, wie schon gesagt, nichtdirect wieder in das Magazin geliefert werden), so werden die Kleiderbeim Abgang oder Tod eines jeden Patienten an die Reinigungskleider-kammer gegeben, wo sie gereinigt, untersucht und ausgebessert werden.Erst darnach kommen sie in das Magazin. Der Transport der Kleiderzur Kleiderkammer etc. erfolgt durch besonders dazu angestellte Haus-diener, nicht durch Pflegerinnen oder gar durch die Kranken selbst. ZumTransport werden Kleidersäcke benutzt.
Von dem Magazin werden einer jeden ersten Pflegerin auf dieStation nach Bedarf und gegen eine Quittung Bekleidungsstücke verab-folgt. Diese Quittungskarten oder -scheine oder Büchervermerke werdenbei der Rückgabe der Kleider an das Magazin gleichfalls zurückgegeben;hierdurch ist eine Controle genügend gewährleistet. .Bei Verlegungen derPatienten von einer Abtheilung zur andern werden diese Karten ebenfallsmitgegeben. Es ist diese Art und Weise besser, als dass z.B. beiVerlegungen
Handbuch der Krankenyersor'gung u. Krankenpflege. I. Bd. ^g