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der Anzug des betreffenden Patienten zurückbehalten oder gar gegeneinen der neuen Station vertauscht wird. Denn bei dieser letzterenWeise des Austausches entstehen leicht Streitigkeiten, indem die einePflegerin die alten Kleidungsstücke gegen neuere und und ungebrauchtezu vertauschen sucht.
Während die Kleider bei dem Patienten möglichst während seinesganzen Krankenhausaufenthaltes bleiben und auch bleiben können, dasie bei genügender Achtung der Pflegerin und des Arztes rein gehaltenwerden können, so ist der Wäscheverkehr durch den viel häufigerenWechsel verwickelter.
Aus der Wäscherei werden die gereinigten und fertiggestelltenWäschestücke vom Wäscheverwalter an die Abtheilungen gegen Quittung,welche in einem Wäschebuch vermerkt wird, abgegeben. Diese Wäsche-ausgabe erfolgt zu einer bestimmten Stunde an einem Tage oder anmehreren Wochentagen. Der Transport geschieht in Wäschekörben, diezweckmässigerweise verschlossen sind, und die zugehörige Abtheilungs-nummer deutlich sichtbar tragen. Ein starker Wäscheverbrauch soll soleicht nicht getadelt werden, wenn er sich nicht in ganz unvernünftigenMengen bewegt. In der Krankenabtheilimg selbst darf weder die ge-brauchte noch die reine Wäsche aufbewahrt werden. Die reine Wäschemag in einem Schrank des Vorsaales in nicht zu grossen, aber auchnicht zu kleinen Mengen aufbewahrt werden. Die schmutzige wird nachdem Wäschewechsel sofort aus dem Krankenraum entfernt; am bestenund. raschesten geschieht dies, indem man sie durch eine Fallröhre ineinen verschlossenen Kasten, der im Kellergeschoss steht, fallen lässt. Hierwird sie am frühen Morgen eines jeden Tages von einer Pflegerin gezählt,gesammelt und zu einem Wäscheballen zusammengebunden oder in eineneigens dazu gefertigten Sack gebracht, der die Nummer der Station undeinen Verschluss trägt. Die so zur Abholung fertig gestellte AVaschejeder Abtheilung wird Morgens von Hausdienern mittelst eines Wagensabgeholt und in die Ablieferungskammer der Wäscherei gebracht. Hierwird sie von einer Pflegerin der Station, von der sie gekommen ist, demWäschereibeamten vorgezählt und gegen Quittung abgegeben. DasWasch verfahren und die dabei benutzten Geräthe und Waschmittelsollen hier nicht näher erwähnt werden. Bedingung und Zweck sinddie, dass einmal das Waschpersonal des Hauses nicht gefährdet undandererseits völlige Desinfection und Reinigung der Wäsche ohne Schä-digung derselben erzielt wird. Nach der Fertigstellung der Wäsche(Rollen und Plätten) und selbstverständlich nach der Ausbesserung undAuslese kommt die Wäsche wieder auf die Station und zwar in einerder Ablieferungszahl entsprechenden Menge. Es wird also nur eine zwei-malige Unterschrift des Wäscheverwalters und der Pflegerin nothwendigund zwar beidemal auf einem und demselben Lieferungszettel, der ein-mal Ablieferungs- und das andere Mal Empfangszettel ist. Es circulirtalso im Wäscheverkehr auf den Abtheilungen und in der AVäscherei einegewisse Anzahl von Wäschestücken. Dabei ist allerdings vorausgesetzt,