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1 (1899)
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Allgemeine Krankenhäuser: Verwaltung.

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angebracht, etwa die Kleider der erkrankten öffentlichen Dirnen imKrankenhaus besonders auszuwählen. Wozu diese unnütze Kenntlich-machung? Die Aufsicht soll die verschiedenen etwa zu trennendenKranken von einander entfernt halten. Und was den Einwurf anlangt,dass wegen der Reinigung der Wäsche solche Auffälligkeiten erwünschtseien, so sollen eben alle Kleidungs- und Wäschestücke, ungeachtet derKrankheitsart ihrer Träger, ausgiebig und mit vollem Erfolg sterilisirtwerden. Es genügt, wenn eine Kenntlichmachung erwünscht scheint, eindiskretes Anbringen eines einfachen feineren farbigen Streifens in derWäsche oder im Futter der Kleidung.

Als Krankenbauseigenthum muss aber jedes dieser Stücke gekenn-zeichnet sein, so dass die häufigen Entwendungen oder Verwechslungenmöglichst eingeschränkt werden; das geschieht am besten und nach-haltigsten ja durch Einweben des Krankenhausnamens in Wäsche,Kleider etc.

Der Vorrath an Bekleidungsgegenständen muss umfassen:

A. Für Manne r.Jacke und Hose,Mütze und Halstuch,Schuh und Strümpfe,Hemde und Taschentuch.

B. Für Frauen.

1. .lacke und Kleid,

2. Schürze und Halstuch.

4. } Wi

rie bei A.

C. Für Kinder.a) Für kleine Kinder:

1. Hemdchen und Jäckchen,

2. Windel, Wickeltücher und Unterlagen.ß) Für grössere:

Wie bei A. resp. B. nach dem Geschlecht.

Entweder wird ein mittelstarker, für Sommer- und Wintertemperaturpassender Stoff für Jacke und Hose gewählt; oder man gewährt für denSommer Drillichhosen. Unterbeinkleider sind nicht unbedingt nöthig.Schlafröcke, Pantoffeln, Nachtmützen und alles sonstige zur sogenanntenBequemlichkeit gerechnete Bekleidungszeug halten wir für unangebrachtund überflüssig, ja direct schädlich. Ueber Leute in Pantoffeln kannman schwer Disciplin halten; es ist auch die Selbstdiscipfm bei Kranken,die sich in dieser Weise gehen lassen, seltener zu finden, und beides,Zucht und Selbstzucht am Krankenbette sind für die Stimmung undauch die Behandlung des Kranken von grosser Bedeutung.

Wollenes Unterzeug braucht nur in einzelnen Exemplaren für jedeStation vorhanden sein, wo es nach ärztlicher Verordnung verabreichtwird; im Bette sollte es gar nicht getragen werden.

Was die Hosenträger anlangt, so ist es meist üblich, jedem Krankenzu überlassen, die eigenen zu gebrauchen, oder man giebt Riemen. Eswäre viel vorteilhafter, einfach construirte, leinene Hosenträger vomMagazin aus verabfolgen zu lassen.

Was die Schuhe anlangt, so halten wir niedrige Lederschuhe am