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1 (1899)
Entstehung
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825
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Allgemeine Krankenhäuser; Bautechnik. 825

versehen sein, daher eine reichliche Höhe und grosse, bis nahe zurDecke gehende Fenster mit Lüftungsflügeln erhalten. Zur Abführungder Waschdünste und der schlechten Luft sind Lüftungsschlote, Venti-latoren, sowie Zuführung frischer, vorgewärmter Luft erforderlich.

Die Wände und die Decke der Waschküche sind möglichst mitglasirten Steinen zu verblenden, wenigstens aber mit Oement zu putzen.Der Fussboden erhält am besten einen Belag von geriffelten (Mettlachcr)Platten und für den unmittelbaren Ablauf der Flüssigkeiten schmale, mitGittern bedeckte Rinnen und Einlaufroste zum Siel.

Inficirte Wäsche darf in der allgemeinen AVaschküchc nur nach vor-angegangener Desinfection gereinigt werden. Zu diesem Zweck mussin jedem Krankenhaus eine Desinfectionscinriehtung vorhandensein, weiche bei kleinen Anstalten aus einem Desinfectionsapparat be-stehen kann, der zwischen zwei vollständig getrennten Räumen desKellergeschosses einem für die unreine und einem für die desinficirtcWäsche eingebaut ist.

Bei mittleren und grösseren Krankenhäusern müssen vollständigisolirte Anbauten an der Waschküche oder besser noch selbständige Des-infectionsgebäude errichtet werden.

Das Princip dieser Bauanlage ist stets dasselbe und beruht auf derHerstellung zweier vollständig getrennter Abtheilungen für unreine undreine Sachen. Die für die Desinlicirung dienenden Dampf-Apparate undKochgefässe werden so in die trennende, massive Wand eingebaut, dasssie je zur Hälfte in der reinen und unreinen Abtheilung stehen, alsogewissermassen die Schleusen bilden, welche die zu desinficirendenSachen zu durchlaufen haben, indem diese letzteren auf der unreinen Seiteeingebracht und auf der reinen Seite, nach erfolgter Desinfection durchDampf oder Kochen, wieder entnommen werden.

Um Matratzen und Möbel, sowie auch ganze Betten desinjicirenzu können, müssen die Apparate mindestens 1 cpxi Querschnitt und eineLänge von 2 m haben. Der desinficirende, strömende Wasserdampf musseine Temperatur von 100120° G. besitzen und von Feuchtigkeit voll-ständig gesättigt sein.

Vor dem Kochen der Wäsche ist in der Regel ein Einweichen der-selben in kalter Seifenlauge erforderlich, da sonst die mit Blut undEiter beschmutzte Wäsche fleckig wird. Zur Desinficinmg solcher Sachen,welche durch Dampfdesinfection oder Kochen verderben würden, wieLedersachen und Pelze, kommen noch Chemiealien zur Anwendung.

Die Nebenräume der Desinfectionslage sind je nach dem vorliegen-den Bedürfniss vorzusehen und zu bemessen. Erforderlich ist in allenFällen ein Reinigungs- oder Baderaum für den Desinfector auf der un-reinen Seite, bei grösseren Anlagen auch ein besonderer Ciosetraum,sowie ein An- und Auskleideraum. Ausserdem werden oft noch mit derDesinfectionsanlage besondere Lagerräume für reine und unreine Sachenverbunden.

Die Desiufectionsräume müssen massiv und ähnlich wie die Wasch-

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