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1 (1899)
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Allgemeine Krankenhäuser; Bautechnik.

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nischem Worth ist hier auch die isolirtc Desinfectionsanlage, welchevon dem Wärterpersonal bei dem Verlassen der Isolirabtheilung zupassiren ist.

Projectirter Pavillon für Infeotionskranke im Landeskrankenhaus zu Troppau.

Am besten ist die Isolirung jeder besonderen Art von infectiöscivKranken in selbständigen Gebäuden; doch lässt sich dies nur in grossenKrankenhäusern durchführen. So ist z. B. in dem Hamburg-EppcndorfcrKrankenhaus eine grössere Zahl von Isolirpavillons errichtet, welche jezur Aufnahme einer besonderen Gattung von Infectionskranken be-stimmt sind.

Da ansteckende Kranke mehr Pflege und Wartung erfordern, alsallgemeine Kranke, im Uebrigen aber auch die Vereinigung einer grösserenZahl solcher Kranken in einem Räume ungünstige sanitäre Verhältnissefür dieselben herbeiführt, so empfiehlt es sich, die Collectivsäle im All-gemeinen nicht grösser, als für 1012 Kranke zu machen, vielmehreine grössere Zahl kleinerer Krankenzimmer zu schaffen, um dem Idealder Einzelverpflegung möglichst nahe zu kommen.

Die bauliche Ausstattung der Isolirräume erfordert eine er.hoh.teSorgfalt. Alle an Krankenräume im Allgemeinen zu stellenden Anfor-derungen der Gesundheits- und Krankenpflege müssen hier in weitgehend-stem Maass erfüllt werden, namentlich sind alle Bautheile so herzustellen,dass ein leichtes und gründliches Desinficiren und Abwaschen möglich ist.

Der Flächen- und Luftraum für ein Bett soll für Infeotionskrankegrösser bemessen werden, als für allgemeine Kranke und tbunlichstnicht unter 1012 erm bezw. 4560 cbm betragen. Ebenso muss derLüftungseffect gesteigert und je nach der Art der Krankheit auf 120bis 150 cbm pro Bett und Stunde bemessen werden.

Bei den Nebenräumen, für welche sowohl aus sanitären, als auchaus öconomischen Rücksichten vielfach eine möglichste Beschränkungverlangt wird, hat sich ein besonderer Desinfectionsraum für schmutzigeWäsche, wie er bereits oben erwähnt ist, als sehr zweckmässig erwiesen.Dieser sollte daher wenigstens in grösseren Isolirgebäuden nicht fehlen.

In der Diphtherie-Abtheilung ist ein besonderes Operationszimmervorzusehen, falls diese Abtheilung in einem besonderen Gebäude unter-gebracht, und ein anderes Operationszimmer nicht in der Nähe ist.