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einer gründlichen Reinigung bedürfen, empfiehlt es sich, diese Krankenauf eine Anzahl Zimmer von 1—4 Betten möglichst zu vcrtheilen, wo-durch eine leichtere Evacuirung ermöglicht und die Gefahr einer An-steckung bei Kindbettfieber eingeschränkt wird.
Der Flächen- und Luftraum für ein Bett sollte reichlich und nichtunter 10—12 qm bezw. 45—55 cbm bemessen werden. Die Lüftungs-einrichtungen müssen sehr wirksam sein und mindestens eine 2—3-malige Lufterneuerung in der Stunde sicher stellen.
In den neueren allgemeinen Krankenhäusern Deutschlands wird fernerfast stets Vorsorge zur Aufnahme von Infectionskranken getroffen,über deren Isolirung bereits das Nöthige gesagt ist.
Für selbständige Isolirgebäude empfiehlt sich am meisten die ein-geschossige Bauweise; doch sind auch gegen zweigeschossige GebäudeBedenken nicht zu erheben, falls eine Luftgemeinschaft des unteren Ge-schosses mit dem oberen sicher ausgeschlossen ist. Hierfür sinddichte, massive Decken und getrennte Zugänge für beide Geschosse un-erlässliche Bedingung.
Sind in einem Isolirgebäude einzelne Abtheilungen für verschiedeneansteckende Krankheiten herzustellen, so müssen auch für jede Abthei-lung getrennte Zugänge vorgesehen werden.
Mit Rücksicht darauf, dass die Zahl und Art der ansteckendenKranken oft einem grossen Wechsel unterworfen ist, hat man häufig dieEinzel-Abthcilungen so angeordnet, dass eine Vereinigung zweier odermehrerer Abtheilungen zu einer einzigen ermöglicht ist. Diese Anord-nung bietet zwar grosse praktische Vortheile, jedoch bedingen die hier-mit leicht verbundenen Unzuträglichkeiten und Gefahren für die Krankeneine gewissenhafte Ueberwachung der Isolirungseinrichtungen seitens derAerzte.
Dass jede Isolir-Abtheilung mit eigenen Nebenräumen versehen seinmuss, ist eine unbedingt zu erfüllende hygienische Forderung. DasWärterpersonal sollte ebenfalls streng isolirt bleiben und Speisen u. dgl.von aussen nur unter besonderen Vorsichtsmaassregeln entgegennehmen.
Die Anordnung der Isolir-Räume und Gebäude ist sehr verschiedenje nach der Grösse der Abtheilung, der Art der Kranken und demhiermit zusammenhängenden Grad der Isolirung, nicht minder auch nachden zur Verfügung stehenden Bau- und Betriebskosten.
In dem Krankenhaus zu Neumünster befinden sich z. B. . einigeIsolirzimmer in einem eingeschossigen Bau, der mit dem Haupt-gebäude durch einen geschlossenen Gang in Verbindung steht, aber ge-gebenenfalls nur von aussen zugänglich gemacht werden kann.
Eine weitgehendere Isolirung ist angestrebt in dem Isolirpavillondes preisgekrönten Entwurfs für ein neues städtisches Krankenhaus zuTroppau (Fig. 32), wo alle Abtheilungen einen besonderen Zugang vonaussen erhalten haben und die Krankenzimmer derselben nicht unmittel-bar neben einander angeordnet, sondern durch die Zugänge und Wärter-räume auf gewisse Entfernungen getrennt sind. Von besonderem hygie-