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1 (1899)
Entstehung
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800
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800 P. Ruppel,

Da die Fassbodenheizung einen mehr oder minder hohen Hohlraumunterhalb des Fussbodens erfordert, wo die Heizkörper oder Heizröhrenanzuordnen sind, um die Oberfläche des Fussbodens auf etwa + 20bis 4- 35° C, je nach der Aussentemperatur, zu erwärmen, so be-schränkt sich die Anwendung derselben im Allgemeinen nur auf Kranken-säle des Erdgeschosses. Die Decke des Hohlraums wird am bestenmöglichst dünn (aus Cementplatten, Monierraasse Tjon ca. 6 OentimeterStärke) mit Terrazzo- oder Fliesenbelag hergestellt, damit der Fuss-boden schnell erwärmt werden und seine Wärme leicht wieder ab-geben kann. Eine starke, massive Decke würde durch ihr grossesWärmereservationsvermögen für die Insassen des Saales oft erheblicheBelästigungen herbeiführen.

Einen ähnlichen Zweck, wie bei der Fussbodenheizung, hat man auchdurch eine Beheizung der AVände verfolgt, indem man die in denselbenangebrachten Hohlräume durch Heizrohre erwärmte. Diese Heizungsarthat indessen selten Anwendung gefunden.

Für die AVarmwasserbereitung in einem Krankenhaus können ver-schiedene Methoden zur Anwendung kommen.

In kleinen Krankenhäusern ohne Centralheizung kann man dieWarmwasserbereitung durch eine Heizschlange im Küchenheerd bewirken,welche letztere 'mit einem Kaltwasser-Reservoir in Verbindung steht.Durch eine Erwärmung der Wasserrohrschlange wird das erwärmteWasser nach den einzelnen Verbrauchsstellen getrieben, wenn der Druckdes kalten Wassers entsprechend gross ist.

Oft wird auch ein besonderer Warmwasscrkessel mit eigener Feue-rung in einem Raum aufgestellt.

Vortheilhaft ist in grösseren Krankenanstalten die Anlage einer be-sonderen Dampfheizung für die AVarmwasserbereitung, gleichzeitig auchfür die Erwärmung von Abluftschloten, für Sterilisationszwecke, fürDampf-Sprühapparate u. s. w. Das warme Wasser kann hierbei erzeugtwerden durch eine Dampfschlange in einem Kessel, der im Keller auf-gestellt wird und mit Kaltwasserzulauf unten und mit Wasserablauf obenversehen ist. Durch die Erwärmung des Kesselwassers wird eine Circu-lation des letzteren herbeigeführt, welche das warme Wasser nach deneinzelnen Verbrauchsstellen ausströmen lässt, während das kalte Wassermit einem entsprechenden Druck das abfliessende warme AVasscrersetzt.

Oft wird auch das warme Wasser in einem hochgelegenen Behältererzeugt, in welchem die Rohre einer Centralheizung eingelegt sind undwelches mit einem Kaltwasser-Reservoir in Verbindung steht. In dem-selben Maass, wie das warme AVasser durch die Hähne an den einzelnenVerbrauchsstellen abfüesst, strömt kaltes Wasser durch den Schwimmer-hahn eines Verbindungsrohrs beider Behälter nach.