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1 (1899)
Entstehung
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797
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Allgemeine Krankenhäuser; Bautechnik. 797

d) Die Heizung der Krankenräume.

Bei der Heizanlage eines Krankenhauses kann es sich um verschie-dene Zwecke handeln, nämlich ausser der Erwärmung der Räume selbstnoch um die Vorwärmung der Yentilationsluft, um die Erwärmung derxVbluftschlote und um die Warmwasserbereitung. Da die Räume nurwährend der kalten Jahreszeit beheizt werden, der Betrieb für die übri-gen Zwecke sich aber über das ganze Jahr erstreckt, so empfiehlt es sich,die Heizvorrichtungen diesem Betrieb entsprechend getrennt einzurichten.

Die Beheizung der Räume kann local oder central bewirkt werden.Die zu erzielende Temperatur soll in den Krankenzimmern etwa 20 bis32° 0., in den Nebenräumen, Corridoren und Treppenhäusern im Allge-meinen nicht unter 15° C. betragen. Unter Umständen wird es sichjedoch empfehlen, einzelne Nebenräume, wie z. B. den Ciosetraum,wenn derselbe in näherer Verbindung mit dem Krankensaal steht, aufdieselbe Temperatur, wie die Krankenräume zu bringen, um zu verhüten,dass kältere Luft des Ciosetraums nach dem wärmeren Kranken-saal eindringt.

Die Erwärmung der Räume muss gleichmässig sein. Bei einerLocalheizung sind daher solche Oefen zu wählen, welche eine fortgesetzte,leichte und gut zu regelnde Heizung gestatten, ferner keine all zustarke Wärmeausstrahlung besitzen und möglichst auch die Ventilationder Räume befördern.

Diesen Forderungen werden im Allgemeinen die Kachelöfen miteisernem Untersatz gerecht, namentlich, wenn dieselben mit guten Heiz-Regulirvorrichtungen (Dauerbrand) versehen sind. Dieselben haben eingrösseres Wärme-Reservationsvermögen als eiserne Oefen und strahleneine mildere Wärme aus. Indessen sind auch die eisernen Oefen beiihrer jetzigen grossen Vervollkommnung recht wohl für Krankenzimmergeeignet, insbesondere die Regulir-Mantelöfen, sowie die irischen undamerikanischen Oefen, mit welchen leicht eine Ventilationseinrichtung inder Weise verbunden werden kann, dass Frischluftkanäle unterhalb desFussbodens zu dem Fuss der Oefen geführt werden und die Luft durchletztere aspirirt und vorgewärmt wird. Gleichzeitig lässt sich eine ver-stärkte Entlüftung dadurch erzielen, dass der Rauchrohrkanal neben denAbluftkanal gelegt wird.

Durch eine zweckmässige Verbindung des eisernen mit dem Kachel-ofen, wie sie beispielsweise von dem Ingenieur Kori ausgeführt wird,lassen sich die Vortheile beider Ofensysteme gleichzeitig erreichen.

Kamine werden häufig in England und den romanischen Ländern,selten in Deutschland angewendet. Sie tragen verhältnissmässig wenigzur Erwärmung, aber viel zu einer kräftigen Entlüftung der Räume bei.Man hat daher oft auch die Kamine mit Kachelöfen combinirt und da-durch neben einer guten Entlüftung eine genügende Heizung erzielt.

Die Localheizungen finden im Allgemeinen nur bei kleineren Kranken-häusern Anwendung, da sie in der Anlage und bei kleineren Gebäuden