Allgemeine Krankenhäuser; Bautechnik. 785
Eine solche Füllung kann zweckmässig noch durch eine Abdeckung mit.Asphaltpappe gegen Eindringen von Feuchtigkeit geschützt werden.
Wenn die Mittel es irgend erlauben, so sollten die Decken massivhergestellt werden, da nur bei diesen eine vollständige Impermeabilitäterreicht und somit verhütet werden kann, dass nicht etwa Krankheits-stoffe und Miasmen aus den unteren Räumen nach den oberen durch-dringen können. Diese Decken besitzen ferner .den grossen Vorzug derFeuersicherheit, auf welche bei Krankenhäusern besondere Rücksicht zunehmen ist.
Bildet die Decke gleichzeitig das Dach, wie dies vielfach beieingeschossigen Pavillons oder im obersten Geschoss mehrstöckigerPavillons der Fall ist, so kommt es hauptsächlich darauf an,die darunterliegenden Räume wirksam vor den atmosphärischen Ein-wirkungen zu schützen. Einer grossen Beliebtheit erfreut sich das Iiolz-cementdacb, das sich bei seiner geringen Neigung am besten zu der ge-wöhnlichen Deckenbildung von Räumen eignet und dieselben gut gegenäussere Wärme und Kälte schützt. Der zwischen der Decken- undüachschalung befindliche Hohlraum muss durch Oeffnungen in denAussen wänden dem Durchzug der Luft zugänglich gemacht werden, umdie Dachhölzer vor Fäulniss zu bewahren. Indessen können auch dieDachdecken massiv hergestellt werden, wobei das Eindeckungsmaterialebenfalls aus Holzcement oder aus Asphalt, Cementestrich u. äbnl. be-stehen kann.
Die Treppen und Corridore eines Krankenhauses müssen ebensowie alle übrigen Räume gut und direct beleuchtet sein, auch gut ge-lüftet werden können, zumal dieselben zwischen den einzelnen Geschossenund Räumen des Krankenhauses Luftverbindungen herstellen, welcheleicht zu Uebertragungen von Krankheitsstoffen Veranlassung gebenkönnen. Um letzteres möglichst zu verhüten, empfiehlt es sich, dasTreppenhaus gegen die Corridore durch Glaswände mit Thüren ' abzu-schliessen und ersteres mit kräftigen Entlüftungsvorrichtungen zuversehen.
Die Breite der Treppen muss so ausreichend bemessen werden,dass ein Kranker bei dem Treppensteigen bequem von zwei Wärternunterstützt werden kann. Wenn keine Aufzüge für die Kranken vor-handen sind, so sollte die Breite der Treppen nicht unter 1,50 Metergewählt «werden.
Die Steigungsverhältnisse müssen ein bequemes Begehen ermöglichen.Der Auftritt der Stufen sollte hiernach nicht unter 28 Gentimeter breit,die Steigung nicht über 16 Centimeter hoch sein. Auch dürfen die Treppen-läufe nicht gewunden oder winklig angelegt werden, sondern müssengerade sein und wenigstens nach je 10—15 Stufen einen breiteren Absatz,womöglich mit einer Ruhebank, erhalten. Zur bequemen Ersteigung derTreppen sind auch an der Wandseite Handläufer erforderlich.
Massive Treppen sind sowohl aus gesundheitlichen wie aus Gründender Feuersicherheit den hölzernen vorzuziehen. Beläge der Stufen mit