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des Hauses verhütet werden, da hierdurch nicht nur Nachtheile für dasGebäude selbst entstehen können, sondern auch die Gesundheit der In-sassen durch die Entwicklung schlechter Dünste u. dergl. geschädigtwird. Die Grundmauern sind daher sowohl gegen von unten auf-steigende Feuchtigkeit durch isolirende Schichten von gegossenem Asphaltoder sonstigen undurchlässigen Materialien, sowie gegen seitlich von demumgebenden Erdreich eindringende Feuchtigkeit durch Isolirmauern,durch Abgrabung des Erdreichs von den Aussenmauern u. dergl. zusichern.
Um das Aufsteigen schädlicher Dünste innerhalb des Hauses,namentlich bei Hohlräumen unterhalb des Erdgeschoss - Fussbodens zuverhüten, empfiehlt sich eine luftdichte Abdeckung des Erdreichs durcheine Betonschicht, Asphalt, Plattenbelag, Ziegelpflaster.
Auch die über dem Erdreich aufgehenden äusseren Mauernsind gegen das Eindringen von Feuchtigkeit in Folge atmosphärischerEinflüsse zu schützen und zwar in erster Linie durch ein gutes, wetter-beständiges, möglichst wenig hyproskopisches Verblendmaterial, fernerdurch Herstellung von Luftisolirschichten oder durch Verwendungisolirender Materialien (gelochte Steine u. dergl.)
Im Innern des Gebäudes sollen die "Wandflächen einen möglichstglatten, undurchlässigen Putz aus Kalkmörtel mit geglättetem Gipsüberzugoder besser aus Cementputz, glasirten Steinen, Stuck u. s. w. erhalten,wodurch dem Eindringen von Krankheitsstoffen in die Wände genügenderWiderstand entgegengesetzt und eine gründliche Reinigung event. durchAbwaschen ermöglicht wird. Die Wandflächen erhalten am besten einenAnstrich von Oel- oder Emailfarbe, welcher die Glätte und Impermeabilitätder Wandflächen erhöht, oder einen solchen von Leim- oder Kalkfarbe,wobei jedoch Zusatzbindemittel aus animalischen Bestandtheilen zu ver-meiden sind.
Eine Tapezierung ist, wenigstens in Krankenräumen, weniger em-pfehlenswerth, weil die Tapeten schlechter gereinigt werden können undsich leicht von den Wänden lösen, sodass in den versteckten Hohl-räumen Schmutz- und Staubablagerungen entstehen können.
Die Zwischendecken eines Krankengebäudes bedürfen einer be-sonderen sorgfältigen Herstellung, da dieselben in hohem Maasse demEindringen von schädlichen Stoffen ausgesetzt sind und daher derSalubrität des Gebäudes gefährlich werden können. Es ist darnach zustreben, die Decken möglichst impermeabel zu machen und hierbeisolche Materialien zu vermeiden, die etwa fähig sind, Krankheitsstoffeaufzunehmen und zu nähren.
Wenn nun auch im Allgemeinen Holzbalkendecken nicht zu em-pfehlen sind, so wird man doch in vielen Fällen der Kosten wegen aufdieselben angewiesen sein. Man sollte jedoch bei denselben nur solchesFüllmaterial verwenden, das vollständig frei von organischen Bestand-theilen ist, also z. B. geglühten Sand auf einer dünnen Lage von Lehm.