Druckschrift 
1 (1899)
Entstehung
Seite
786
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.786 P. Kuppel,

Teppichen, Cocosläufern u. dergl. sind durchaus verwerflich, jedochhaben sich solche ans Linoleum zur Schalldämpfung, Reinhaltung u. s. w.vielfach bewährt.

Da die unteren Wandtheile der Treppen leicht Beschädigungen undVerunreinigungen ausgesetzt sind, so empfiehlt sich für dieselben einCementputz mit Oelfarbenanstrich, falls nicht grössere Mittel für eineBekleidung aus Stuck, glasirten Wandplatten u. dergl. zur Verfügungstehen.

Corridore, an welchen Krankenzimmer liegen, sollten eine Breitevon wenigstens 2,50 Meter erhalten, um Krankenbetten bequem trans-portiren, oder auch wenden zu können. Nebencorridoro können eineBreite von 1,50—1,80 Meter erhalten.

Die Beleuchtung soll ausgiebig sowohl durch Fenster an einerLängswand wie auch durch solche in den Giebelseiten hergestellt werden,was bei Mittelcorridoren nicht möglich ist. Der Fussbodenbelag bestelltam besten aus Terrazzo, Thonplatten, Marmorfliesen, Riemenbrettern inAsphalt verlegt oder Gipsestrich mit Linoleumbelag.

b) Die Krankenräume.

Die eigentlichen Krankenräume bedürfen als wichtigste Theile einesKrankenhauses der sorgfältigsten Ausbildung. Dieselben sollen nichtnur den hygienischen Anforderungen in möglichster Vollkommenheit ent-sprechen, sondern auch besonders durch eine ansprechende, freundliche und .behagliche Einrichtung auf das Gemüth des Kranken und somit auf dessenWiedergenesung wohlthätig und fördernd einwirken. Der letztere Ge-sichtspunkt kommt besonders bei grösseren Krankensälen in Betracht.Hier muss auch für eine gute und zweckmässige Aufstellung der Bettengesorgt werden.

Als die günstigste Grundform für die Aufstellung der Betten er-scheint das Rechteck. Diese Form, welche auch bei Weitem amhäufigsten zur Anwendung kommt, gestattet, wenn die Betten in zweiReihen an den Fenstern entlang aufgestellt werden, von dem Mittelgangaus eine gute Uebersicht über die Betten und eine gleichmässige Zu-führung von Luft und Licht zu den letzteren.

Als Flächenraum für ein Bett genügen bei gewöhnlichen Krankenetwa 8—9 Quadratmeter, als Luftraum etwa 35—40 Cubikmeter.

Die Höhe des Krankensaals richtet sich im Allgemeinen'nach derGrösse desselben, darf aber weder zu klein noch zu gross bemessenwerden. Bei grösseren Sälen von etwa 20—30 Betten empfiehlt sicheine lichte Höhe von 4,5—5 Metern, während dieselbe in kleinerenZimmern geringer bemessen werden kann, aber nicht unter 4 Meter be-tragen sollte.

Die Abmessungen eines Krankensaales für 20 Betten würde nach derin Fig. 12 dargestellten schematischen Anordnung der Betten eine Breitevon 8,5 Meter und eine Länge von 21 Metern erfordern, demnach fürein Bett eine Fläche von etwa 8,9 Quadratmetern, sowie bei einer lichten