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1 (1899)
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774
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F. Ruppel,

in einer geraden Flucht angeordnet werden, nach einer südlichen Sich-tung gekehrt sein.

Ueber die Orientirung von Pavillons herrschen selbst bei hervor-ragenden Hospitalshygienikern verschiedene Meinungen. Wenn auch füreine Ost-Westrichtung der Längsachse des Gebäudes manche Gründe an-geführt werden können, so ist doch in den Ländern mit gemässigtemKlima die Nord-Süd-Orientirung in den meisten Fällen als zweckmässigangesehen und ausgeführt worden, zumal hierbei die nach Ost und Westgerichteten Längsfronten des Gebäudes von den Sonnenstrahlen -währenddes ganzen Jahres gleichmässiger getroffen werden, und im Sommer eineBelästigung durch die oft sehr grosse Hitze der Mittagssonne besservermieden wird.

Die Stellung der Gebäude zur Windrichtung wird sich derjenigenzum Sonnenlicht in der Regel unterzuordnen haben. Wird die Längsaxeder Gebäude parallel zur herrschenden Windrichtung gestellt, so hat diesden Vortheil, dass der Wind besser das die Gebäude umgebende Ge-lände bestreichen und reinigen kann.

Der Abstand der Pavillons soll mindestens das Doppelte der Ge-bäudehöhe (d. h. bis zur Dachkante) betragen, da sich dieselben sonstzu sehr beschatten würden. Absonderungs- oder Infections-Pavillonssollten, um eine Uebertragung von Krankheitskeimen zu verhüten, jeden-falls einen Mindestabstand von nicht unter 30 m unter einander undvon anderen Gebäuden erhalten.

Fig. 1.

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Städtisches Krankenhaus zu Nürnberg.