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freistehenden Saalbaa, an den sich die zugehörigen Nebenräume meistensan einer oder mehreren Seiten anschliessen, jedoch so, dass wenigstenszwei gegenüberliegende Seiten frei bleiben und eine directe Durchlüftungvon einer Front zur anderen stattfinden kann. Im Uebrigen ist die Aus-bildung der Pavillons in Bezug auf die Anordnung der Haupt- undNebenräume, die Anzahl der Stockwerke u. s. w. eine sehr verschieden-artige.
Hinsichtlich der Mängel des Corridorsystems ist bereits früher daraufhingewiesen, dass im Allgemeinen eine Anhäufung von Kranken untereinem Dach für die letzteren ungünstig sei. Dieser Mangel wird natürlichnicht sowohl den kleineren als vielmehr den grösseren Anstalten diesesSystems anhaften und sich besonders dort geltend machen, wo ansteckendeKranke mit Kranken mit anderen Leiden zusammen innerhalb eines unddesselben Hauses untergebracht werden, also die letzteren der Gefahreiner Ansteckung ausgesetzt sind.
Abgesehen hiervon bieten die Corridorbautcn überhaupt in Bezug aufdie Zuführung von Sonnenlicht und frischer Luft zu den einzelnenKrankenzimmern und Krankenbetten um so mehr Schwierigkeiten, je um-fangreicher die Gebäude sind. Schon die einseitige Beleuchtung derKrankenzimmer muss stets als ein gewisser Mangel empfunden werden,der sich mit der Tiefe der Zimmer steigert. Ausserdem wird es nichtimmer möglich sein, allen Räumen eine gleichmässig gute Lage zumSonnenlicht zu geben.
Dass auch eine Vereinigung der Kranken-, Verwaltungs- undevent. der Wirthschaftsräume unter einem Dach mannigfache Unzu-träglichkeiten und Störungen zur Folge haben kann, leuchtet ohneA Veiter es ein.
Desgleichen leidet bei einem gewissen Umfang des Krankenhausesdie Uebersichtlichkeit des ganzen Betriebs und zwar in steigendem Ver-hältniss mit der Ausdehnung und Zahl der einzelnen Stockwerke.
Diese Mängel des Corridorsystems können allerdings durch einezweckmässige Bauweise auf ein Mindestmaass zurückgeführt werden.
Zunächst muss die Grundrissform einfach und ohne weit vor-springende jB autheile sein. Am besten ist die sogenannte Linienform, beiwelcher die Räume in einer geraden Flucht an einem Corridor entlangangeordnet werden und ein unbehinderter Zutritt von frischer Luft undSonnenlicht zu allen Theilen des Gebäudes ermöglicht wird.
Treten seitliche Flügelbauten in einer | J oder |-----1 Form hinzu,
so müssen dieselben wenigstens einen solchen Abstand von einanderhaben, dass die Flügel sich nicht ungünstig beschatten, und die Luft-strömungen in dem von drei Seiten begrenzten Raum ein freies Spielbehalten, was vollständig ausgeschlossen ist, wenn auch die vierte Seitegeschlossen wird.
Die Zahl der Stockwerke sollte sowohl aus hygienischen Gründenals auch, um den Krankenhausbetrieb und seine Aufsicht nicht zu sehr