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Verbesserungen für die Gesundheits- und Krankenpflege ein weitgrösseres Vertrauen einzuflössen geeignet sind, als diejenigen frühererZeiten.
In den meisten Fällen wird man an der Hand örtlicher Statistikenin der Lage sein, das Bedürfniss an Krankenbetten für einen gewissenBezirk zu übersehen. Doch sollte nicht das gegenwärtige Bedürfnissallein berücksichtigt, sondern auch eine gewisse Reserve an Kranken-betten vorgesehen werden, weiche dem Wachsthum der Bevölkerung füreine gewisse Reihe von Jahren entspricht. Diese Reserve ist auch schondeshalb nothwendig, um innerhalb des Krankenhauses zeitweilig erforder-liche Evacuirungen von Räumen behufs Vornahme von Desinficirungen,Reinigungen, Ausbesserungen u. dergl. zu ermöglichen und für besondereFälle, Epidemien u. s. w. in gewissem Maasse gerüstet zu sein.
Andererseits dürfen natürlich die von einer weisen Oeconomie ge-zogenen Grenzen nicht überschritten werden, da bei den' hohen Gesammt-einrichtungskosten eines Krankenbettes nicht unerhebliche Zinsverlusteentstehen können, wenn ein dauernder Ueberfluss an Krankenbetten vor-handen ist.
Die Zahl der Betten, für sogenannte Kostgänger d. h. für solcheKranke, welche gegen entsprechende Zahlung eine besondere Ver-flegung erhalten, muss in jedem einzelnen Fall für sich festgestelltwerden.
Mit der Ermittelung der Bettenzahl hängt die Frage zusammen,welche Zahl als ein Maximum bei der Erbauung der Anstalt zu be-trachten ist.
Es ist ohne Weiteres ersichtlich, dass Krankenhäuser nur bis zueinem gewissen Umfang genügend einheitlich übersehen und überwachtwerden können. Wo indessen die Grenze liegt, darüber gehen die An-sichten der Acrzte sowohl, wie der Techniker oft erheblich auseinander.Tbatsäcblich sind auch in neuerer Zeit Krankenanstalten erbaut, welcheweit über die von hervorragenden flospitalshygienikern (Sander,Degen u. s. w.) als zulässig oder zweckmässig bezeichnete Bettenzahlhinausgehen. Während diese Zahl früher im Allgemeinen sowohl inDeutschland, als auch in England und Frankreich auf 500 - 600 ange-nommen wurde, ist dieselbe in neuerer Zeit vielfach überschritten undbeispielsweise bei dem Hamburg-Eppendorfer Krankenhaus auf 1500 ge-steigert worden. Wenn hierbei den Anforderungen der Hygiene undeiner zweckmässigen Krankenpflege noch genügt werden konnte, so istdas allerdings den mannigfachen technischen Hilfsmitteln der Neuzeit zuverdanken, welche gegen früher eine bedeutende Erleichterung des per-sönlichen Verkehrs und des Transports von Personen und Sachen herbei-geführt haben.
Trotzdem bieten derartige grosse Anstalten für eine einheitlicheUebersicht und Leitung beträchtliche Schwierigkeiten und sowohl für das Per-sonal, wegen der grossen Entfernungen als ganz besonders für die Krankenselbst, wie beim Abschnitt „Krankencomfort" ausführlicher zu erörtern