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den kann, von wo dann die erwärmte Luft in senkrecht aufsteigendenKanälen oder Kaminen für alle darüber liegenden Räume, auch für Gängeund Aborte abgezogen wird. Es stellt dies das Sj r stem der combinirtenDampfluftheizung dar, die billigste und rationellste Heizeinrichtunggegenüber Oefcn oder Hcisswasserröbren etc. Durch Dampf kann dannausser der Heizung aller Wohnräume auch das Kochen der Speisen ingrossen Kesseln, sowie das Erwärmen des .Badewassers bewirkt werden.Gerade durch die Erfüllung so verschiedener Zwecke wird die Central-heizung nützlich und rentabel, indem damit nicht nur der Betrieb sehrvereinfacht, viel Material und Bedienung gespart, für Aufstellung vonOel'en kein Raum geschmälert oder mit solchen kein Unfall durch Ver-brennung hervorgerufen wird. Das Gute der Centralheizung liegt fernernoch in dem Umstände, dass damit immer eine künstliche Ventilationverbunden sein muss; es findet also neben der Erwärmung der Räumeimmer auch eine Lufterneuerung in denselben statt, was gerade fürsolche Anstaltszwecke von besonderem Vortheil ist.
In Armenpflege-Anstalten sollte das gesammte Mobiliar: Die Zimmer-einrichtungen und Betten von gewöhnliche]', einfacher Art sein, so dasses zum grössten Theil von den Pfleglingen angefertigt und wieder er-gänzt werden kann. Am besten sind unangestrichene Tischlerarbeiten,deren Reinhaltung in mancher Hinsicht besser zu handhaben und zuüberwachen ist, als angestrichene farbige Möbel. Die Bettstellen sindam besten von Holz, nicht nur, weil sie billiger sind als eiserne, son-dern weil sie wärmer sind, viel weniger Geräusch verursachen und beider richtigen Gestaltung dieselben Vortheile bieten, die man gewöhnlichvon den eisernen erwartet, nämlich Schutz gegen allerlei Ungeziefer.Als Ein- oder Unterlagen eignen sich vorzüglich die billigen, nahezu unver-wüstlichen Spiralfederroste; darüber ohne directen Zusammenhang Matrazenvon Seegras oder Pferdhaar. Solche Betten können jederzeit auseinander-gelegt und gründlich gereinigt werden. Für ganz Reinliche gebraucht mangewöhnlich Strohsäcke, statt dieser aber in neuester Zeit auch Torfmull,welches Geruch und Feuchtigkeit mehr absorbirt und noch bequemer zuhandhaben ist.
12. Leitung und Betrieb.
Die gedeihliche Wirksamkeit eines grossen Armen-Krankenhausesoder einer Pflege-Anstalt ist nur gesichert durch eine sachkundige, ein-heitliche Leitung, welche mit verantwortlicher Selbständigkeit ausge-stattet, überall fördernd und belebend einwirkt, alle Bedürfnisse richtigkennt und eine kräftige Disciplin handhabt. Das Naturgemässe wirdsein, dass eine selbständige Direction, schon mit Rücksicht auf dievielen geistig Fehlerhaften, wie schon bemerkt, nur in der Hand einesArztes sein kann, dem ein Administrativ- oder Rechnungsbeamter zurBesorgung des öconomischen Theilcs der Geschäfte untergeordnet ist.Was die zulässige Grösse für eine Armenpflege-Anstalt betrifft, so wird