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dcutung, die dem Unterricht, an Idioten-Anstalten zukommt, muss auchdie Stellung des I. Lehrers befriedigend sein, der leitende Arzt wird•ihm gerne in der Organisation des Unterrichtes soweit freie Hand lassen,als dies mit der einheitlichen Leitung und mit ärztlichen Grundsätzenvereinbar ist.
Bei Idiotenanstalten liegen die Verhältnisse des Wartepersonalsgenau so, wie bei den Epileptiker-Anstalten. Wir verweisen auf den be-treffenden Abschnitt.
Der Anfang des Handfertigkeits-Unterrichtes wird in spielen-der AVeise gemacht. Im Wesentlichen können hier die Methoden desFröbelschen Unterrichtes gelten. Von da kann man übergehen zu ein-fachen Papier-, Papp- und Laubsägearbeiten und zu den ersten Anfän-gen der Holz- und Tischler-Arbeit.
Um als Beruf von Idioten erlernt zu werden kommen in Betracht:Buchbinderei, Oartonnagearbeit, Korbflechterei, einfache Hantirungen derTischlerei.
Man darf die Erwartungen in dem gewerblichen Unterricht nicht zuhoch spannen, nur wenige bringen es zu so pünktlicher und zuver-lässiger Arbeit, dass sie ausserhalb der x\nstalt den Wettkampf mitgesunden Arbeitern aufnehmen können. Zu Vor- und Hilfsarbeitenwerden aber viele befähigt. Bei den Mädchen liegt die Sache ein-facher. Sie haben in den Handarbeiten das gegebenen Gebiet nütz-licher Thätigkeit, in das sie ohne grosse Schwierigkeit eingeführt werdenkönnen.
Die beste Art der Beschäftigung für die Mehrzahl der Idioten istund bleibt die Arbeit im Garten und in der Landwirthschaft.Hier giebt es Thätigkeiten einfachster Art, die auch der Schwächste nochausführen kann.
Bei den Idioten, die als sehr gebessert oder gebessert aus derAnstalt entlassen worden sind, macht man oft die traurigstenErfahrungen. Kommen sie nicht in gute Hände, so geht das, was inder Anstalt mühsam erworben worden ist, in kurzer Zeit verloren.Es giebt nichts traurigeres als einen Anstaltspflegling, den man wohl•entwickelt mit guter äusserer Führung und Haltung entlassen hat, ver-wildert, verwahrlost, stumpfsinnig zurückkehren zu seilen.
Der Einfluss der Anstalten reicht nicht so weit, um stets eine ge-eignete Unterkunft zu finden. Noch weniger vermag man auf die Dauerdie Behandlung des Kranken zu überwachen. Hier wäre für dieVereine für reconvalescente Geisteskranke, die sich jetzt allerwärts■bilden, ein schönes Feld der Thätigkeit, vielfach dankbarer als bei denGeisteskranken im engeren Sinn. Die Individuen, die aus den Idioten-anstalten als arbeitsfähig entlassen werden, sind im Ganzen brauch-barer als die Geisteskranken, für die die Vereine in erster Liniegegründet sind.