Druckschrift 
1 (1899)
Entstehung
Seite
117
Einzelbild herunterladen
 

Geschichtliche Entwicklung der Krankenpflege. 117

verein Gersdorf, 2 bei dem Zweigverein Flöha (seit März 3), 1 bei dem ZweigvereinFrankenberg, 2 bei dem Zweigverein Freiberg, 1 bei dem Zweigverein Limbach, 2 beidem Zweigverein Löbau, 4 bei dem Zweigverein Plauen i. V., 1 bei dem ZweigvereinSchirgiswalde, 1 bei dem Zweigverein Zschopau, 1 bei dem Frauenverein „Krippe"zu Chemnitz, 2 in Sybillenort, 1 bei dem Stadtkrankenhause Döbeln, 1 bei dem Stadt-krankenhause Freiberg, 2 bei dem Stadtkrankenhause Meerane, 5 bei dem Stadt-krankenhause Plauen i. V., 1 bei dem Stadtkrankenhause Reichenbach i. V. (seitAugust), 1 bei dem Stadtkrankenhause Riesa, 1 bei dem Stadtkrankenhause Rochlitz,4 bei dem Stadtkrankenhause Zwickau. 10 Lehrschwestern (einschl. einer freiwilligenSchwester) bestanden im Frühjahr die Prüfung gut, 6 Lehrschwestern im Herbst.

Das Karoiahaus erreichte den Höchstbestand mit 1721 Verpflegten mit 64442Verpflegungstagen und einen mittleren Bestand von 171 Kranken, was einer ansehn-lichen Steigerung in der Thätigkeit dieser so segensreichen Anstalt gleichkommt. ImJahre 1878 waren die entsprechenden Zahlen 109, 4121, 16. Die Einnahme beliefsich (darunter an Verpflegungsbeiträgen 133417 Mark) auf 155048 Mark, die Aus-gabe auf 164099 Mark (darunter für Beköstigung 84009 Mark). Die Armenpflege unddie Beaufsichtigung des Ziehkinderwesens in Dresden wurde in der früheren Weisefortgesetzt. Zu den 157 Ziehkindern zu Beginn des Jahres kamen 69 hinzu, 51 kamenin Abgang, so dass ein Bestand von 171 verblieb.

Das von 8 Schwestern des heil. Borromäus versorgte Krankenhaus zu Grünauzählte 323 Verpflegte, die Zahl der Verpflegungstage belief sich auf 13093.

Die Thätigkeit der 42 Zweigvereine erstreckte sich wesentlich auf Armen- undKrankenpflege, Ueberwachung des Ziehkinderwesens, bei der die erzielten Resultatezumeist als recht günstig bezeichnet werden, Verabreichung von Brot-, Speise- undKohlenmarken, Veranstaltung von Weihnachtsbcschcerungen u. s. w.

ö) Württemberg.

Der Württembergische Sanitätsverein. (Männer- und Frauenverein.)

In den ersten Jahren des 7. Jahrzehntes dieses Jahrhunderts wurde er ge-gründet als Verein der Kranken- und Verwundetenpflege im Kriege. 1864 konnte erschon Unterstützungen nach Schleswig-Holstein, senden. Im Jahre 1866 übernahmKönigin Olga das Protektorat und förderte hierdurch die Entwickelung des Vereinswesentlich. Im Jahre 1866 erhielt der Verein, nachdem die Königin Charlotte dasProtektorat nach dem Ableben der Hohen Protektorin übernommen hatte, ein neuesStatut und durch die Allerhöchste Entschlicssung vom S.September 1896 Korporations-rechte. Aus dem Statut sei folgendes angeführt:

§ 1. Der unter dem Protektorate Ihrer Majestät der Königin stehende, mit dembisherigen Württembergischen Sanitätsverein vom Rothcn Kreuz identische Württem-bergische Landesverein vom Rothen Kreuz verfolgt den Zweck: 1. in Kriegszeitendie Aufgaben der freiwilligen Krankenpflege für das Heer in ihrem ganzen Umfangenach Maassgabe der hierfür bestehenden Vorschriften zu erfüllen, auch, soweit sichein Bedüriniss hierzu ergiebt und die Kräfte des Vereins ausreichen, weitere ver-wandte Aufgaben in den Kreis seiner Thätigkeit zu ziehen; 2. in Friedenszeiten dieKriegsthätigkeit auf dem Gebiet der freiwilligen Krankenpflege vorzubereiten, nament-lich a) für Sammlung von Geldmitteln für den Kriegsfall, b) für Ausbildung vonKrankenpflegern und Krankenpflegerinnen, c) für Errichtung und Schulung von frei-willigen Sanitätskolonnen, d) für Anlegung und Erhaltung von Sammlungen vonHeil- und Pflegemitteln und für die Sicherung solcher Mittel für den Kriegsfall Sorgezu tragen.

Durch Bcschluss der Mitgliederversammlung kann die Thätigkeit des Vereins in