70 Dietrich,
A. an Personal:
1. Malteserritter und Commissare....... 67
2. Ordenskräfte — Schwestern........ 1567
Brüder.......... 342
3. Seelsorger............. 81
4. Aerzte.............. 4
5. Transportcommissare und Depotverwalter .... 30
6. Lazarethverwalter in Köln........ 2
B. an baarem Gelde.......... 278 501 Mark
C. Naturalien im Werthe von...... . 273 204 „
Summa . . 551705 Mark.
3. Der Johanniterorden alter Form in Spanien und England wurdeauch zur Kriegskrankenpflege und Krankenpflege überhaupt in der Neuzeit heran-gezogen. So wurde durch Königlichen Erlass vom 6. Juli 1864 dem Johanniterordenin Spanien die Bildung eines Hiüfsvereins für im Kriege Verwundete übertragen,dessen Präsident der Gross-Prior des Ordens ist. A.uch in England wurde der dortigealte Zweig im Jahre 1826 von Neuem belebt, er unterstützte seit 1831 arme Krankeund Krankenhäuser. Die staatliche Anerkennung erfolgte 1834. Vom Jahre 1868 annahm er einen grösseren Aufschwung, seitdem er seine Unterstützungen den ausHospitälern entlassenen Genesenen und den Familien der in Krankenhäusern Be-findlichen zuwandte, Belohnungen für Lebensrettungen ertheilte, Hülfsstationen fürUnglücksfälle errichtete und sich um die Bildung anderer Vereine (zur Pflege imFelde verwundeter und erkrankter Krieger und zur Beschaffung geschulter Kranken-pflegerinnen) verdient machte. In neuerer Zeit beschäftigt sich der Orden besondersmit der Aufgabe, bei plötzlichen Unglücksfällen den Kranken und Verwundeten dieerste Hülfe angedeihen zu lassen, und hat dazu an geeigneten Orten, z. B. dem grossenArsenal in Wolwich Hülfsstationen mit zweckmässigem Transport- und Verband-material errichtet, sowie in zahlreich von Männern und Frauen besuchten LehrkursenUnterricht im ersten Verbände und der Pflege Verwundeter ertheilen lassen.
4. Der nur noch in Oesterreich vorhandene Deutschritterorden wurdedurch Sparsamkeit wieder in den Besitz einiger Mittel gebracht, so dass er 1840 dieEinrichtung der deutschen Ordensschwestern wiederherstellte. Zwei Frauenconvente,einer in Oesterreichisch-Schlesien, der andere in Tirol wurden errichtet und mitkleinen Hospitälern (Troppau, Freudenthal, Friesach) verbunden.
Im Jahre 1865 wurde aus den Mitteln des Ordens ein Spitalfonds gegründet,der zur Unterstützung von Ordenskrankonhäusern verwandt wird. Im Jahre 1871stellte sich der Orden der kaiserlichen Armee zur Verfügung, zur Verwendung in derKriegs- und Friedenskrankenpflege. Er errichtete das Institut der Marianer, das isteine Vereinigung von Personen männlichen und weiblichen Geschlechts, die ur-sprünglich dem katholischen Adel Oesterreichs angehören sollten, jetzt aber auchdem des Auslandes, schliesslich aber auch anderen christlichen Confessionen. ange-hören können. Die Zahl der Marianer belief sich Ende 1895 auf 1137. Mit Hülfe desSpitalfonds und der Beiträge der Marianer war der Orden in der Lage, 44 vollständigausgerüstete Feldsanitätskolonnen'mit 48Materialien-Furgons, 188 Blessirtentransport-wagen, 1096 Feldtragen, nebst 2 ambulanten Feldspitälern, für je 200 Patienten undzwei dazu gehörigen Transportkolonnen, aus 78 Fahrzeugen bestehend, anzuschaffen.
5. Der Bayerische Hausritterorden vom heil. Georg. Der BayerischeSt. Georgsritterorden wurde 1729 als militärischer Hausritterorden vom Kurfürsten