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Frankreich haben die barmherzigen Brüder in Breslau 160, in Frankenstein undSioinau (a. Ü.) je 60 Bellen in ihren Klüslern den Verwundeten zur Verfügung gestellt.Der Orden besass in Preussen 1886 sechs Niederlassungen mit 100 Mitgliedern;am 1. Januar 1897 waren vorhanden vom Mutterhaus Montabaur 11 Niederlassungenmit 181 Mitgliedern, vom Mutterhaus Trier 9 Niederlassungen mit 156 Mitgliedern,in der schlesischen Ordensprovinz 7 Niederlassungen mit 138 Mitgliedern, demnachzusammen 27 Niederlassungen mit 475 Mitgliedern, oder ein Zuwachs in 10 Jahrenum fast das Fünffache.
ß) Die Alexianer in Aachen.
Bei der Besprechung der Begarden wurde die Laienbrüderschaft der Alexianerin ihrem Ursprung betrachtet. Es war eine weltliche Genossenschaft zur Fliege armerVerlassener und Kranker, sowie zur Bestattung der Leichen, daher auch der Name„Celliten". 1472 wurden sie als Orden der barmherzigen Brüder vom heiligen Alexiusin Aachen mit den Zweigniederlassungen Köln und Neuss durch Papst Sixtus IV.bestätigt. Die noch jetzt vorhandenen Krankenhausgebäude in Aachen zeigen dieJahreszahlen 1607, 1632, 1661, 1669, 1788. Ursprünglich bestimmte die Ordensregel,dass in einem Hause nicht mehr als 12 Brüder Aufnahme finden sollten, somit konntedie Anzahl der aufzunehmenden Kranken nur klein sein. Mit dieser Bestimmungwurde jedoch gebrochen, als der Orden am 1. März 1843 die Pflege der männlichenKranken im städtischen Hospital übernahm, die sie bis zum 15. October 1855 be-hielten. Dann wurde das neue, mustergiltig ausgestattete städtische Krankenhaus„Mariahilf" in Gebrauch genommen und den Schwestern vom Orden der heiligenElisabeth übergeben. Die Alexianer aber widmeten sich nun ganz der Irren-und Idioten-pflege in den Anstalten „Mariabrann" und „Mariaberg". Seit dem Jahre 1883 war ihnendie Pflege der Provinzial-Idioten und -Epileptiker vom Landesdirektorium übergeben.Der Prozess Mellage brachte jedoch im Sommer 1895 Uebelstände schlimmster Art inder Irrenbehandlung der Alexianer in Mariaberg an dieOeffentlichkeit, sodass sich dieProvinz veranlasst sah, dieVerbindung mit den Alexianern in Mariaberg abzubrechen.
In den Kriegen 1864, 1866 waren eine Anzahl Alexianer als freiwillige Kranken-pfleger thätig und haben sich die grösste Anerkennung erworben. 1870/71 ent-sandten die Alexianer 45 Brüder auf den Kriegsschauplatz. In ihren Kranken-häusern waren überall Lazaretho für Verwundete eingerichtet. Sie erhielten dafürvon höchster Stelle die wohlverdiente Anerkennung und von den Aerzten, mit denensie in Berührung kamen, Empfehlungsschreiben. Am 1. Januar 1897 besassen dieAlexianer in Preussen 10 Niederlassungen mit 231 Mitgliedern.
;-) Die Brüder des heiligen Bernhardin von Obregon.
Bernhardin von Obregon stiftete in Spanien Ende des 16. Jahrhunderts eineBrüderschaft, die die III. Regel des heiligen Franziskus befolgten, sie wurden Frercsinflrmiers oder auch kurz Obregons genannt. Ihre Hauptbeschäftigung war dieKrankenpflege. Sie erlangten in Spanien, Portugal und den Niederlanden eine grosseVerbreitung, bis sie in den Stürmen der französischon Revolution untergingen.
d) Die Bons Fieux.
Eine Anzahl von Handwerkern, die nach Art der Begarden ein gemeinsames,gottesfürchtiges Leben führten, verbanden sich 1615 in Armentieres (Flandern) zueiner Genossenschrft, die die III. Regel des heiligen Franziskus annahm. 1679 über-nahm die Kongregation auf Wunsch Louis XIV. den Krankendienst in den Hospitälernin Dünkirchen, Bergen und Y.pem. Sie widmeten sich auch dem Krankendienst in