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1 (1899)
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45
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Geschichtliche Entwicklung 4er Krankenpflege. 45

Krankenpflege thätig. Später wurde der Dienst von Augustinerlaienschwestern, dannvon barmherzigen Schwestern übernommen.

4. Das Kloster und Hospital in Beauvais wurde im XIII. Jahrhundert denKlosterfrauen:Gottestöchter" übergeben.

5. Im Jahre 1158 wurde ein Kloster mit Hospital für Schwestern in Abbevillegestiftet.

6. Camerich hatte seit dem 12. Jahrhundert zwei Hospitäler, die von regu-lirten Chorfrauen verwaltet wurden.

7. Die Hospitaliterinnen in Champeau standen Mitte des 12. Jahr-hunderts direkt unter dem Papst und trugen violette Kleidung.

8. Helyot erwähnt noch die Hospitaliterinnen von Bauge und Beaufort.

9. Die des heiligen Joseph.

10. Der heiligen Martha von Caen.

11. Die des heiligen Ludwig von Pontoise im Maison dieu in Orleans.

12. Die der heiligen Martha von Bourgogne.

13. Die des heiligen Gervasius in Paris, gestiftet ums Jahr 1300.

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Ueberblick über die Krankenversorgune und Kranken

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pflege im Mittelalter.

Der in der ersten christlichen Kirche in seltener Vollendung herr-schende Gedanke selbstloser Nächstenliebe war die Grundlage, auf derdie Krankenpflege Wurzel fassen und sich im Laufe der Jahrhunderteentwickeln konnte. Während früher die Gemeindepflege allein ob-waltete, und erst im Laufe des III. , IV. und der folgenden Jahr-hunderte die Anstaltspllege sich einbürgerte, hatte diese ums Jahr 1000die Gemeindekrankenpflege vollständig verdrängt. Der Bedürftigen,Kranken und Gebrechlichen waren zu viel, der Pflegenden zu wenig, diekirchlichen Stiftungen von einem Reichthum, dass man den Aufwand fürdie Anstalten als eine ergänzende Pflicht ansehen musste. Die Ver-kehrsverhältnisse erforderten .Logir- und Pilgerhäuser, in denen auchKranke verpflegt werden konnten. Die Armuth des niederen Volkes er-forderte dringend eine Fürsorge für die Alten, Kranken, Siechen, Wöch-nerinnen, Neugeborenen und Waisen.

Da sehen wir Hospize, Xenodochien, Guteleuthäuser, Hospitäler, Anstalten all-gemeineren Charakters, aber auch besondere Alterversorgungshäuser, Findelhäuser,in Frankreich schon frühzeitig dieKrippen", Wöchnerinnenasylc, so die vonAlexandrien (610), die Gebäranstalt in Prag (928), die Wöchnerinnenanstalt inPfullendorf und manchem andern Spital des heiligen Geistordens.

Daneben erscheinen Krankenhäuser im modernen Sinne; ich erinnere nuran dasMansurische Hospital", das Klinik und Poliklinik repräsentirt, dieprächtig ausgestatteten Räume des Hospitals von Beaune u. A. Aber auchIrren- und Tollhäuser sind schon vorhanden, so ums Jahr 400 n. Ohr.in den Gebirgen Nitriens und Bithyniens und ums Jahr 1390 n. Ohr.in Spanien die von den Brüdernde los Innocentes" gegründetencasasde oratas".

Berücksichtigen wir, dass auch die Gemeindediakonie in den Be-ginen und Begarden eine Vertretung zeigt, dass sich Armen- und