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waltung) aus Arragonien, der Turkopolier (Befehlshaber der Reiterei) aus England,der Grossbailli, auch Grossprior oder Johannitermeister genannt (Aufseher über dieFestungswerke) aus Deutschland, wo er Reichsfürstenwürde und Heitersheim iraBreisgau mit einem Umfang von 6 Dörfern bcsass, der Grosskanzler (Minister des-Aeusseren) aus Castilien. Aus diesen Würdenträgern wurde der Ordensmeister ge-wählt. Den Titel: „Grossmeister" erhielt erst Hugo von Revel im Jahre 1267 vomPapst Clemens IV.
Die Mitglieder theilte man im XIII. Jahrhundert ein in Ritter adeliger Geburtzur Kriegsführung, Geistliche (Ordensprcsbyter) zum Kirchendienst und dienende-Bruder zur Pflege der Kranken und Geleitung der Pilger. Die einzelnen Zungen zer-fielen wieder in Grosspriorate oder Priorate und Balleien. Die Priorate waren in Or-densgüter (Commenden) eingetheilt.
Seit dieser Zeit stammt die völlige Umwandlung des Ordens aus einer Kranken-pflege-Genossenschaft in einen Ritterorden militärischen Charakters, der sich derursprünglichen Pflicht, den Armen und Kranken zu dienen, nur noch in seinen,amtlichen Kundgebungen erinnerte, sonst aber sie den dienenden Brüdern iiberliess,.während die Ritter selbst in Kriegsführung, Ueppigkeit und reicher Pracht entarteten..
Die Geschicke des Ordens sind kurz folgende: Durch seine Feindschaft mitdem gleichzeitig mit ihm entstandenen Orden der Tempelritter, durch seine fortge-setzten Kämpfe mit Sarrazenen und durch die Ueppigkeit seiner Lebensweise war derOrden so geschwächt, dass er die Eroberung Palästinas durch den Sultan Saladiitvon Aegypten nicht hatte aufhalten können. 1187 musste er Jerusalem verlassen,,nachdem in der Schlacht bei Iiittin der König von Jerusalem und die Grossmeisterder Johanniter und Templer gefangen genommen, und am 3. Oktober 1187 Jerusalem,erobert worden war.
Zunächst nahm nun der Orden seinen Sitz in der Bergfestung Margat. Als-dann 4 Jahre später Philipp August von Frankreich und Richard Löwenherz von:England vor Accon (Ptolcmai's) erschienen, eilten auch die Johanniter herbei, um,sich an der Belagerung zu betheiligen und nach der Einnahme der Stadt ihrenWohnsitz hier aufzuschlagen. Nachdem 1291 Ptolemai's vom Sultan Malek-Scheriferobert worden war, zog sich der kleine Rest der Ritter, der Templer sowohl wie-der Johanniter nach Limisso auf Cypern zurück. Da jedoch Streitigkeiten mitdem Könige von Cypern entstanden, zogen die Templer 1 ) nach Sizilien und von.
1 ) Ueber die Tempelherren sei kurz Folgendes erwähnt: 1119 traten neun fran-zösische Ritter, an ihrer Spitze Hugo von Payens und Gottfried von St. Omer, zueiner Gesellschaft zusammen, um „zur Ehre der süssen Mutter Gottes" Mönchthumund Ritterthum mit einander zu verbinden, am Grabe des Heilandes sich zugleichdem keuschen und andächtigen Leben, sowie der tapferen Beschirmung des heiligenLandes und der Geleitung der Pilger durch die unsicheren Gegenden zu widmen,König Balduin IL wies ihnen einen Theil seiner auf dem alten Tempelplatz erbaute»Residenz an und übergab ihnen mehrere Gebäude der Kanoniker des heiligen Grabesin der Nähe zur Beherbergung armer Pilger, daher nannten sich die Ritter: „Templer"(milites templi oder templarii). Als Kleidung trugen sie einen weissleinenen Mantelmit einem achteckigen blutrothen Kreuz und einen weissleinenen Gürtel. Im Ordens-siegel führten sie ursprünglich den Tempel, später 2 Reiter (1 Ritter und 1 Pilger)auf einem Pferde. 1127 bestätigte Papst Honorius IL den Orden. 1128 gab Bern-hard von Clairvaux in Troyes die erste Ordensregel. Mitte des XIII. Jahrhundertswurden bei der Revision der Statuten die Mitglieder eingetheilt in Ritter, Priesterund dienende Brüder. Der Grossmeister hatte fürstlichen Rang, unter ihm standenGrosspriore, die den Provinzen vorstanden, dann die Baillifs, Prioren und Komthurc