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1319, Neurappin 1321, Gransee 1343, Prenzlau 1362, Angermünde und Havelberg1377, Treuenbrietsen, Seehausen und Frankfurt a. 0. 1390.
Halberstadt 1209, Halle a. S. 1241, Quedlinburg 1246, Helmstedt 1267, Sanger-liausen, Eisenach und Naumburg a. S. 1292, Wittenberg 1301. ~r-
Hannover 1256, GÜttingen und Northeim 1300. — Bremen 1236, Hamburg 1247,Rendsburg 1465, Lübeck 1234.
Parchim 1218, Wismar 1250, Rostock 1260, Schwerin 1298, Mollen, Oldeslound Ratzeburg 1298, Ribuch 1299, Gadebusch 1361, Stargard in Mecklenburg 1364,Flau 1370, Sternberg 1400, Neu-Brandenburg 1552, Döbel, Krakow und Crivitz 1577.
Stettin 1237, Stralsund 1256, Greifswald 1262,- Demmin 1269, Anclam 1272,Barth 1309, Stolpe (vor dem Thor) 1311, Köslin 1319, Treptow a. Toll 1325, Star-gard in Pomm., Königsberg in der Neumark, Müncheberg, Oderberg 1364, Kyritz 1552.
Breslau 1214, Neumarkt (novum forum) 1234, Bunzlau 1261, Görlitz 1264, Brieg1273, Glatz 1275, Sagan 1283, Steinen 1290 (1209?), Glogau 1296, Ober-Beuthen1302, Freistadt 1320, Strehlen 1347, Koben, Namslau und Lüben 1451, Inowraz-law 1268.
Wien 1209, Meran, Brixen, Sterzing 1271, Gollnow 1368, Schievelbein, Beigard,Kolberg, Rügenwalde, Pyritz, Damm, Greifenberg a. R., Treptow a. R., Wollin,Uclcermünde, Pasewalk, Greifenhagen 1369.
Elbing, Thorn 1242, Königsberg, Danzig, Marienburg 1256, Pr. Holland 1396,Kiesenburg 1510. — Riga 1225, Reval 1376.
Demnach zusammen 155 Hospitäler zum heiligen Geist allein in Deutschland.Uhlhorn (II. S. 192) warnt davor, alle Spitäler, die den Titel „heil. Geist" führen,dem Orden zuzuschreiben. Viele seien, namentlich in Norddeutschland, städtischeAnstalten gewesen, während in Südwestdeutschland der Orden allerdings sehr zahl-reiche Spitäler gehabt habe. — AVie dem auch sei, Uhlhorn's Ansicht ändert nichtsan der geschichtlichen Thatsache, dass die überaus grösste Zahl der heil. Geist-spitäler im ersten Jahrhundert nach der Gründung des Heil. Geistordens und nachder lebhaften, grossherzigen Anregung durch Innocenz III. errichtet wurde.
Wenn man einerseits annehmen muss, dass die Krankenpflege in diesen Hospi-tälern anfänglich in erster Linie an Gebrechlichen und Siechen und weniger anKranken, die an akuten Krankheiton litten, geübt wurde, so bewährten sich diese An-stalten anderseits schon damals in den Zeiten der grossen Yolksseuchen aufs besteals Krankenhäuser im modernen Sinne.
In Rom, Stephansfelden und Montpellier waren bei den Heiligen Geistspitälernzugleich Findelhäuser errichtet. Auch als Wöchnerinnenasyle wurden jeneSpitäler benutzt. Wenigstens wird die Aufnahme von Schwangeren im 41. Kapitel derOrdensregel ausdrücklich vorgesehen. Ein Brief des römischen Ordensmeisters vom8. September 1288 bestimmt die Anstalt in Pfullendorf dazu: quod nudi vestiuntur,esurientes reficiuntur, debiles colliguntur, mulieres praegnantes usque ad sex septi-manas favoribilitis tractantur, viduis, orphanis et peregrinis de quocunque locorumadvenerint, cena et prandium de consuetudine hospitalis non negatur (Virchow).
Es sei hier die Bemerkung angeschlossen, dass schon zu Zeiten Wenzel's desHeiligen (928) in Prag auf der Kleinseite unter dem Lorenzberge eine Art Gebär-anstalt bestanden haben soll (Hasner, Prager Vierteljahrsschrift, 1866, IIb).
Bald nach der Gründung des Hospitals San spirito in Rom wurde vom KardinalGiovanni Colonna das Archiospedale del santissimo Salvatore ad sancta sanctorumim Jahre 1216 gegründet, das mit der gleichnamigen Bruderschaft verbunden wurdeund noch jetzt besteht.
Im XIII. Jahrhundert sehen wir schon häufiger eigentliche Krankenpflege. DieheiligeElisabeth von Thüringen erbaute im Jahre 1225 für 28 Kranke ein Krankenhaus, wo sie