59eine desfallsige Anfrage der Hochw. Herr Beys, Pfar-rer zu Brauweiler an den Verfasser dieses, daß die ge-nannte Agnes Schiefer fortdauernd gesund und anallen Glieder stark geblieben sei; zugleich fügte er eineBeglaubigung über ihre frühere lange andauernde Krank-heit und Lähmung, so wie ein Zeugniß über ihre Fröm-migkeit und ihren ausgezeichneten sittlichen Wandel hin-zu. Seitdem hat die Genesene alljährlich in gesundemund kräftigem Zustande diesen Ort besucht; um hiervor Gott und der Trösterin der Betrübten ihr dank-bares Herz auszugießen, bis vor 3 Jahren, wo sieerklärte, den Schleier nehmen und ihr Leben in einemKloster beschließen zu wollen.Die Wallfahrt zur Verehrung der allerseligsten Jung-frau Maria unter dem Titel „Trösterin der Betrübtenhatte noch nicht volle vier Jahre bestanden, als es fürangemessen erachtet wurde, die Leitung derselben einerCongregation von Priestern anzuvertrauen. Es hat näm-lich im Jahre 1646 das Hochwürdigste Ordinariat zuRoermonde Priester der Congregation der Oratorenvon Mecheln in Brabant hierher berufen und ihnen dieLeitung der Wallfahrt übergeben. Unter der Obhutdieser Priester hat die Wallfahrt während eines Zeit-raumes von 156 Jahren, nämlich bis zum Jahre 1802ununterbrochen fortbestanden. In diesem Jahre wurdendie Klöster und die geistlichen Congregationen von derfranzösischen Regierung aufgehoben, jedoch blieb die Ver-waltung der Wallfahrt immer noch in den Händen desPfarrers, der zugleich auch Superior der unterdrücktenCongregation war, bis zum Jahre 1804, wo das Hoch-würdige Ordinariat zu Aachen einen besondern Vicaranstellte, der für den Gottesdienst in den Kapellen, so
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Die Wallfahrt zu Kevelaer : nebst Anh., enth.: Reihenfolge der Prozessionen im Jahre 1867
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