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Die Wallfahrt zu Kevelaer : nebst Anh., enth.: Reihenfolge der Prozessionen im Jahre 1867
Entstehung
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57stande bei ihrer Schwester in Brauweiler Aufnahmefand. Die Lähmung, welche mit heftigen Krampfanfällenverbunden war, dauerte ununterbrochen und zwar ineinem solchen Grade fort, daß die Kranke sich stets zweierKrücken bedienen mußte. Die Verwandten derselbenwollten kein Mittel, das zu ihrer Heilung führen konnte,unversucht lassen, und kamen dahin überein, sie nachCöln in das dortige Spital zu bringen und sie einemdortigen Arzte in Behandlung zu geben. Nachdem je-doch dieser Arzt sich nach den Umständen näher erkun-digt hatte, rieth er als letztes Mittel die Kour der Schwe-felbäder in Aachen an. Die Verwandten erhielten aberauf die desfallsigen Anfragen den Bescheid, daß in Aa-chen der dortherschenden Cholera=Krankheit halber keineBade=Patienten aufgenommen werden könnten. Als nuninzwischen die Leidende von der Prozession hörte, dievon Brauweiler nach Kevelaer geführt werden sollte,entstand in ihr ein heftiges Verlangen, mitzuziehen, indem festen Vertrauen, daß sie zu Kevelaer durch dieFürsprache Maria's, der Trösterin der Betrübten, Trostund Hilfe erlangen werde. Man suchte sie zurückzuhalten,aber vergebens; sie beharrte nun noch fester bei ihremEntschlusse, so daß ihr auf ihre dringenden Bitten einPlatz auf einem Fuhrwerke, welches die Prozession be-gleitete, eingeräumt wurde. Am 5. September 1849kam sie in Kevelaer an und legte noch am nämlichenTage eine reumüthige Beicht ab. Nachdem sie sich amandern Tage mit dem Brode des Lebens und daraufin der Herberge leiblich gestärkt hatte, begab sie sich,immer unterstützt von zwei Freundinnen auf ihre bei-den Krücken zur Gnaden=Kapelle, wo sie im Gebeteselbst dann noch ausharrte, als ihre Gefährtinnen fort-