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Die Wallfahrt zu Kevelaer : nebst Anh., enth.: Reihenfolge der Prozessionen im Jahre 1867
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18Aber, wird man am Ende fragen, sind denn nachdem Jahre 1788, in welchem Jahre die letzte wunder-bare Genesung aufgeführt ist, keine Wunder mehr ge-schehen? und warum nicht? Ich komme hier in einenähnlichen Fall, in welchem sich der h. Augustin zuseiner Zeit befand. In seinem Werke von der StadtGottes (De civitate Dei lib. XXII. Cap. 8.) schreibter: „Sie fragen, warum denn heut zu Tage keine solcheWunder geschehen, wie sie aus jener Zeit (wo Christusund die Apostel auf Erden wandelten) gerühmt werden.Hierauf könnte ich antworten, es seien die Wunder,bevor die Welt glaubte, nöthig gewesen, damit siegläubig würde; wer aber jetzt noch Wunder fordere,sei selbst ein großes Wunder, da er, ungeachtet dieWelt glaubet, dennoch ungläubig bleibe. ... Indessengeschehen auch jetzt noch Wunder in seinem (Jesu)Namen, theils durch seine Sakramente, theils durchGebete und Andenken seiner Heiligen; doch werden sienicht durch gleichen Glanz, (wie die biblischen) erhellet,um in so großer Glorie, wie jene zu strahlen.“ Hieraufführt der h. Augustin mehrere Wunder an, die damals-geschehen waren und unter Andern eine wunderbareGenesung, der er selbst mit vielen Andern beigewohnthat und die nicht öffentlich bekannt gemacht ward.Auf ähnliche Weise kann nun auch ich antworten: ImAnfange der Wallfahrt waren die Wunder nöthig, damitdie Menschen erkennten, wie es Gott wirklich wohlge-fällig sei, daß die Gläubigen die Mutter seines ewigenSohnes, Maria, als Trösterin der Betrübten, hier inihrem Bilde verehren und sie um Fürbitte bei ihremgöttlichen Sohne anrufen, wer aber jetzt, zur Bekräf-tigung dieses, noch Wunder fordert, muß selbst wun-