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Schadow und seine Schule : Festrede
Entstehung
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27die widerstrebenden Elemente, den alternden Meister doch alsMittelpunkt der Schule anerkannten.Im Herbst 1850 schon hatte ein lange vorbereitetes Au-genübel bedenklicher zu werden begonnen, und es zeigte sichbald, daß nur von einer spätern Staaroperation eine Heilungzu hoffen sei. Noch aber mußten Jahre der Unthätigkeit darüberhingehen, ehe dieser Zeitpunkt eintrat und eine den Umständennach glückliche Operation, im Jahre 1853, Schadow die ver-lorene Sehkraft wiedergab. Man kann denken, mit welchemHeißhunger der so lange gehemmte Künstler seine Thätigkeitwieder aufnahm, wenngleich es sich bald zeigte, daß eine gänz-liche Herstellung der natürlichen Sehkraft auch durch glücklicheOperationen, besonders in vorgerücktem Alter, nie mehr zu er-reichen ist.Schadow's durch so viel Leiden vielgeprüfter Geist, derzarte Organismus einer Künstlerseele, den eine ganz besondreEmpfänglichkeit für alle Eindrücke von innen und außen soüberaus sensibel machte, war in der Reihe der Jahre, die seineLebenszeit erfüllten, nach und nach doch trotz aller wunder-barsten Elasticität und Widerstandskraft, der aufreibenden Wir-kung eines fortwährenden Kampfes, den wir das Lebennennen, nicht entgangen.Scheinbar in vollem Wohlsein und kräftigerer Gesundheitals sonst, traf ihn gerade am größten Freuden= und Friedenstageder Menschheit, am 24. Dec. 1857, ein erster Schlaganfall, derseine linke Seite lähmte, sein geistiges Vermögen jedoch dochungetrübt ließ.Alle angewandten Mittel zu Beseitigung dieses Zustan-des erwiesen sich als leider fruchtlos und so sah sich Schadow