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Schadow und seine Schule : Festrede
Entstehung
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26erzogen, tragen in ihre Heimath Schadow's Grundsätze unddie Praktik der Schule; ja bis in die neue Welt, nachAmerika, hat der leider zu früh verstorbene geniale Ema-nuel Leutze, der noch sterbend das Panier der Schule hochempor hielt, Ruhm und Anerkennung Düsseldorfs glänzendverbreitet.Doch kehren wir zurück zum chronologischen Gange unsererBetrachtung.Schadow's eigene Künstlerthätigkeit war in diesem Jahr-zehnt reicher und bedeutender gewesen als je, wie wir schonsahen, aber das letzte, und gewiß eins der bedeutendsten seinerWerke, entstand erst jetzt: ein Cyklus von drei großen sym-bolischen Hauptbildern, die in Dantesker Auffassung Hölle, Fegfeuer und Paradies vorstellen, mit bezüglichen kleineren Pre-dellen umgeben und jetzt für den hiesigen Schwurgerichtssaal be-stimmt sind. Er selber betrachtete diese Bilder, deren Compositionschon bei seinem zweiten Aufenthalt in Rom entstanden war,als das Hauptwerk seines Lebens. Leider sollte auch diese Ar-beit nicht ohne Unterbrechung bleiben, und wenn Schadow nachseinem letzten römischen Aufenthalt im Ganzen frischer undgesunder war als früher, so zeigte sich jetzt der Feind voneiner anderen Seite, und es war für ihn und die Seinen eineneue Bestätigung, daß seine geistige Thätigkeit immer wiedervon körperlichen Leiden gehemmt werden, seine Prüfungen nichtaufhören sollten.Ein leuchtender Punkt in diesen trüben Zeiten war diesolenne Feier von Schadow's 25jährigem Direktor=Jubiläumim Jahre 1851. Glänzend begangen von der gesammtenKünstlerschaft Düsseldorfs, ein redendes Zeugniß wie alle, auch