genöthigt, sein Amt als Direktor der Akademie niederzulegen;doch erlebte er die Freude, seinen Freund und Schüler EduardBendemann an seiner Stelle und somit die Leitung der Schuleeiner, aus ihr selber hervorgegangenen, gleichartigen, bedeutendenKraft anvertraut zu sehen, wenn auch leider nur auf allzukürze Zeit.In der Nacht vom 14.—15. März des Jahres 1862 erlagder theure Dulder einem zweiten Schlaganfall, der ihm dasBewußtsein raubte. Es kehrte nicht wieder und am 19. Märzdes Jahres 1862 früh um 7¼ Uhr entschlief er in Gegen-wart seiner treuen Gattin und seiner Kinder und Enkel,immer leiser athmend, sanft in das ewige Leben. Am 24. Märzwurde seine sterbliche Hülle in feierlichster Weise der Erde über-geben, während der allgemeine Schmerz in erhebenden Ge-dächtnißfeiern den würdigsten Ausdruck fand. Friede sei mitihm und sein Andenken gesegnet für alle Zeit!Aber nicht mit Bildern des Todes wollen wir die Feierdes heutigen Tages schließen, sondern mit Bildern des Lebens!Wir wollen nicht den Lebenden, den Verklärten suchen bei denTodten, wir wollen ihn suchen und finden im vollen Wieder-schein seines gesegneten Thun's und Wirkens auf Erden!Noch einmal erheben wir den Blick zur Würdigung desvon Ihm und den Seinen Geschaffenen!Wir wandeln im Geist zuerst hier durch die nächste Um-gebung, durch Kirchen und Schulen, durch die Gerichtshalle,die Gemäldesammlung der Stadt, die heute sein Bild in Erzenthüllt und sehen sein geistiges Bild, unsterblicher als in Steinund Erz, in den Kunstwerken von seiner und der SeinigenHand! Weiter führt uns der Geist durch das herrliche Rheinland
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