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Schadow und seine Schule : Festrede
Entstehung
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Naturwissenschaften auf dem Gebiete der Erkenntniß für dieGegenwart. Zu neuen Zielen müssen neue Wege gefundenwerden. Der Menschengeist, ein ewig erneuter Columbus, mußdie alten Bahnen verlassen, und wären es selber die klassischen,um nach neuen Richtungen immer neue Welten zu entdecken.So erscheint uns gleicher Weise das schon früher erwähnteAusscheiden bedeutender Kräfte aus dem alten Verbande derSchule, was damals wohl auch als eine Schwächung be-trachtet werden mochte, jetzt vielmehr nur als eine Erweite-rung des Wirkungskreises. Wir haben Bendemann und dieDresdner Colonie erwähnt, jetzt sehen wir ebenso in Carls-ruhe unter Schirmer, Lessing und Schrödter ein neuesKunstleben sich entwickeln, dem Persönlichkeiten wie Gude,des Coudres u. a. als neue Kräfte sich anschließen. Ja,wenn wir heute den Blick erheben zur Rundschau, wo überallbegegnen wir nicht Kräfte der Schule in gemeinsamer odereinzelner Thätigkeit, überall im Geiste des Meisters, im Geistewahrer Universalität wirksam!So erblicken wir an der neuen Kunststätte zu WeimarMänner wie Michelis, Kalkreuth, v. Wille, Martersteigund jüngere Kräfte, die schon Enkel der Schule sind, in Berlin:Schrader, Steinbrück, Nerenz, Kretschmer, Hose-mann, Meyer von Bremen, Ruths, Hofmann, denKupferstecher, und so manche Andre. In Frankfurt warenes seit lange schon Rethel, Becker, Dielmann, in Stutt-gart Rustige, ja sogar in Lüttich finden wir an der Spitzeder Akademie den alten Düsseldorfer Chauvin, in Copenha-gen Frau Jerichau=Baumann, Jünge. Schweden undNorweger, hier in Düsseldorf von Landsleuten zu Meistern