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Schadow und seine Schule : Festrede
Entstehung
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23Carl Friedrich Lessing, der glänzendste Repräsentantder universellen Richtung der Schule, groß in mehr als einemFache, der deutscheste der deutschen Künstler, der es in groß-artiger Selbstbeschränkung verschmähte, Italien zu sehen, übteseit lange einen unwiderstehlichen Einfluß auf die jüngerenKräfte der Schule aus. Wenn seine historischen Bilder, Ezzelino,Huß auf dem Concil und vor dem Scheiterhaufen, auf dereinen Seite ebenso unbegränzten Enthusiasmus, wie auf derandern den heftigsten Widerspruch hervorriefen, so war er dochauf dem Gebiete der Landschaftsmalerei unbedingt anerkanntvon Freund und Feind. Er war der geistige Vater derDüsseldorfer Landschafterschule, wie man Schirmer den leib-lichen nennen kann, der selber erst durch Lessing's noch immerunerreichte poesievolle Stimmungsbilder, von der Figuren-malerei zur Landschaft hingerissen wurde. Noch jetzt, wo Sterneerster Größe, wie Andreas und Oswald Achenbach.das A und das O der Landschaft, der romantische CasparScheuren, der Norweger Hans Gude, Schirmer's Nach-folger hier und in Carlsruhe, Leu, Weber und so mancheandere am Himmel der Düsseldorfer Schule glänzen, ist Lessing'sEinfluß unverkennbar und unbestritten. Die Genremalerei,zuerst von dem genialen Schrödter, Ebers und Pisto-rius eingeführt, wurde bald von Jordan, Carl Hübner,Hasenclever, Tidemand zu glänzender Bedeutung erho-ben, und zeigt jetzt Namen ersten Ranges, wie Knaus,Vautier, Wilhelm Sohn und neben ihnen Lasch, Hoffund auf ihrem idealen Gebiete Mintrop, den der Genius vonder Pflugschaar in die schaffende Stille der Werkstatt geführt