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Schadow und seine Schule : Festrede
Entstehung
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schätzte, daß seiner Schule solche Aufgaben zu Theil gewor-den waren.Wie er sich kräftiger fühlte, dachte er bald selber wiederan Arbeiten, eine Pietas und Vanitas, welche an Leonardo'sAuffassung erinnert und schöne Bildnißstudien, Oelbilder mittlernFormates, waren die Früchte dieses römischen Aufenthaltesdie der Genesene mit nach Deutschland zurückbrachte. Mit er-neuter und erfrischter Kraft ergriff er nach seiner Rückkehr dieLeitung der Schule und Akademie, jetzt schon unterstützt durchdie Kräfte seiner bereits angestellten Schüler Hildebrandt,Sohn und Schirmer, denen sich später noch Wiegmannund Mücke zugesellten.Von seinen eigenen Arbeiten fallen weiter in diese Zeiteine Herodias mit dem Haupte Johannis für Raczinski, dieklugen und thörichten Jungfrauen für das Städelsche Institutin Frankfurt a. M., die heilige Jungfrau als Fürbitterin, dasGleichniß vom verlornen Schaf und dem guten Hirten fürden Thronfolger von Rußland, eine Himmelfahrt Mariäfür die Dominikanerkirche zu Aachen, Christus an der Säulefür Fräulein von Waldenburg und ein figurenreiches Bild inLebensgröße, der Brunnen des Lebens, für den König vonPreußen (1848).Das Wachsthum der Schule hatte sich seit den Jahrender Entwicklung nach Höhe und Tiefe, nun auch wesentlichin die Breite vollzogen. Gegen die ursprünglich hauptsäch-liche Bethätigung auf dem Gebiete der sog. Historienmalereigeistlichen und weltlichen Inhalts, trat nun bald die Land-schafts= und Genremalerei in ein entschiedenes Uebergewicht.