21und eingreifendsten Folgen für seine künstlerische und seineLehrthätigkeit sein konnten. Trotz alledem malte er im Laufedieser Zeiten Christus am Oelberge für die Marktkirche zu Han-nover (1832), Christus und die Jünger von Emaus, halbeFiguren in Lebensgröße, eine Himmelskönigin für die barm-herzigen Schwestern zu Coblenz und eine große Pietà, Altar-bild für die Kirche von Dülmen (1836) von ergreifenderWirkung und Tiefe der Empfindung.Im Jahre 1840 machte eine, nach langwieriger, ja lebens-gefährlicher Krankheit, überstandene Operation zur Wiederher-stellung der ganz erschöpften Lebenskräfte Schadow's, einenWinteraufenthalt in Italien zur Nothwendigkeit. Der Reizdes Lebens in Rom, die Umgebungen der Herrlichkeit alterKunst übten bald den wohlthätigsten Einfluß auf seine Ge-sundheit aus, und durch einen glücklichsten Zufall waren Deger,Andreas Müller, Carl Müller und Ittenbach (die bei-den letzteren hatten ihn sogar auf seiner Reise nach Rombegleitet), zu gleicher Zeit dort, um die Vorstudien zu denFresken der Apollinariskirche zu machen, eine der großartigstenAufgaben, welche der edlen Munificenz des unvergeßlichen GrafenFürstenberg, der die Kirche in gothischem Stile neu erbaute, zueinem herrlichen Denkmale geworden ist, so wie die von Deger,Andreas und Karl Müller und Ittenbach hier ausgeführtenFreskomalereien zu dem Größten gehören, was die modernemonumentale Kunst geschaffen hat. Schadow nahm seiner eige-nen Kunstrichtung gemäß schon damals den innigsten Antheilan ihrer Entstehung und in seinen an mich gerichteten Briefenaus Rom, bezeugt mehr als eine Stelle, wie glücklich er sich
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