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Schadow und seine Schule : Festrede
Entstehung
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19jetzt noch lebenden Zeugen dieser Epoche mit stets erneuterKraft hervorruftEine andere der organisatorischen Thaten Schadows wardie Gründung einer Kupferstecherschule, welche zunächstdurch das Bedürfniß jährlicher Nietenblätter des neugeschaffenenKunstvereins hervorgerufen, bald weit über dieses, wenn schonvielumfassende Ziel hinaus, ihre Thätigkeit zu vollster Blütheentfaltete. Auch hier kam eine ganz besonders geeignete Persönlich-keit dem Unternehmen, wie eigens dazu geschaffen, entgegen.Joseph Keller, fast ein Autodidakt, aber von der großartigstenBegabung für sein Fach, dessen überraschend schneller Ausbil-dung der Umgang mit den schöpferisch malerischen Kräftender Schule zu besonderer Förderung gereichte, er war es, derbald als Haupt und Meister dieser Kupferstecherschule eineReihe der bedeutendsten und mannigfaltigsten Talente um sichversammelte, auf deren rasche Entwicklung das Entstehen desbekannten Vereins für Verbreitung guter Heiligen-bilder in kleinem Maßstabe, ganz besonders günstig wirkte.Kellers kolossales Werk, der große Stich von RaphaelsDisputa, steht als das gewaltigste Erzeugniß der modernenKupferstecherei, als ein leuchtendes Denkmal dieser Zeit aner-kannt und bewundert da. Wenn wir von seinen Schülernnur Hofmann, Glaser, Massau, Janssen, Nüssen, Ludy, Stang,Barthelmeß und Dinger und seinen Bruder Franz Kellernennen wollen, auch Steifensand, seinen Freund und Schwa-ger (wenn auch nicht sein Schüler), dürfen wir hier nicht un-erwähnt lassen, so ist es natürlich noch weniger möglich, dieganze Reihe vortrefflicher Werke zu erwähnen, welche dem