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Schadow und seine Schule : Festrede
Entstehung
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18Zu ihnen gesellte sich im Herbst 1833 Felix Mendels-sohn, nachdem ein höchst anregendes Zusammenleben in Romwährend des Winters von 1830—31 ihn zu Schadow und einerAnzahl seiner Schüler, namentlich zu seinem JugendfreundeBendemann in nähere und nächste Beziehungen gebracht hatte.Sein noch von der ersten Frische der Jugend getragenes schöpfe-risches Naturell sollte in Düsseldorf, in der Umgebung der bil-denden Kunst und gehoben von dem jugendlichen Streben derSchule, seine ersten köstlichen Früchte tragen. War auch dieLeitung der Oper am städtischen Theater unter ImmermannsDirektion nur kurze Zeit im Stande ihn zu fesseln, eine Stel-lung, die er bald seinem Freunde, dem trefflichen JuliusRietz überließ, so blieb er doch gern noch an dem heitern Orteunter der anregenden Nähe Gleichgesinnter und Gleichstre-bender. Die rheinischen Musikfeste hatten unter seiner Leitung undseinem Einfluß eine glänzende Erneuerung erlebt, und es warin der That ein erhebendes Ereigniß, als sein unsterblichesOratorium „Paulus“ hier in Düsseldorf geschaffen und hierauch zum erstenmal zu Pfingsten am 22. Mai des Jahres 1836unter dem jubelnden Enthusiasmus der begeisterten Zuhöreraufgeführt wurde.So mancher andre mehr oder minder bedeutende Einflußbegabter Männer schloß sich den hier Genannten an. GewißKeiner, der diese Zeit erlebte, Keiner, der ihren belebendenHauch an sich selber empfunden, wird jemals den unbeschreib-lichen Reiz dieser Entwicklungsmomente der Düsseldorfer Schulevergessen, ein Reiz, den die bloße Erinnerung davon, in den