17haussaal in Aachen, die Wandgemälde der Aula der Realschulehier in Düsseldorf u. a.Außerdem aber hatte sich ein Kreis der edelsten Männeraus den verschiedensten Gebieten des geistigen Lebens, durcheine wahrhaft seltene Gunst des Glückes, damals hier in Düssel-dorf zusammengefunden und bildete eine belebende und stär-kende Atmosphäre für die junge Schule.Immermann, der Dichter, der später in seinem Ober-hof rheinisch westphälisches Volk und Land unsterblich ver-herrlichte und damals dem deutschen Theater hier eine neueStätte bereitete, die, wenn auch nur von kurzer Dauer, dochbleibende und nachhaltige Förderung des geistigen Lebens reich-lich ergab. Friedrich von Uechtritz, Lessings begeisterterFreund, nicht minder als schaffender Genius, doch insbesondereder Schule in noch weit höherem, ja höchstem Grade förderlich,durch seine aufopfernde Bereitwilligkeit, die Schätze der Literaturaller Zeiten und Nationen, den jungen Künstlern zu groß-artigstem Antrieb und zu schöpferischer Ausbeute in ihren ge-selligen Vereinsabenden mitzutheilen, mit ihnen und dem Meisterdie höchsten Probleme der Gegenwart in wechselseitigem Ideen-austausch zu besprechen und zu erläutern, Veranlassung zu feu-rigen Disputationen, die oft bis tief in die Nacht dauerten.Carl Schnaase, der gediegenste Kunstgelehrte der Ge-genwart, der in richtigem Verständniß seiner idealen Stellungzur Kunst, sich die Kritik der Gegenwart versagte, um nurdesto wirksamer und unbefangener durch die klarste Darstellungder Richtungen der Vergangenheit, lehrend und fördernd aufdas Leben der Kunst einzuwirken.
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