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Schadow und seine Schule : Festrede
Entstehung
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15Gebiete des vielstimmigen Gesanges, verherrlicht und verewigthat. So war das v. Sybelsche Haus, das damals noch denjetzt berühmten Sohn, als Knaben umschloß, das Haus Cor-tüm's des liebenswürdigen Pädagogen, die Familie des treff-lichen Weihe, der in seiner köstlichen Schöpfung, dem reizen-den Hofgarten unvergeßlich fortlebt; so das Haus v. Ammonsund Jakobi's und so manches andere noch, das nicht minderfreundlich den neuangekommenen Mitbürgern sich aufthat, jamit der Zeit wohl durch Familienbande verknüpfte. Schadowseigenes Haus aber und seine Familie war und blieb natürlichder anziehendste Mittelpunkt der Schule und ihrer Freunde.Unvergeßlich die heiteren Abende, die Kunstfesttage aller Art,unter denen Schadows Geburtstag oben an stand, und diebei hohen Besuchen und andern Gelegenheiten frisch improvisirtoder gediegen vorbereitet, alle Theilnehmenden zu entzückenpflegten.Die heitere Frische des leichtlebigen niederrheinischen Volks-charakters, den, uns hieher wandernden Gesellen, der AltmeisterGöthe, als wir ihn in Weimar ehrfürchtig begrüßten, mitjugendlicher Frische und Begeisterung vorverkündet hatte, diefortwährende Berührung mit den großen Culturnationen desWestens, mit Engländern und Franzosen, die Nähe deskunstsinnigen Belgiens und die uralte, tausendjährige Culturdes Rheinlandes, Cöln, das deutsche Rom mit seiner erhabenenKathedrale und den unzähligen Kirchen, der alte Rhein,desName schon wie Wein die deutsche Zunge labt, die Wunder-sagen dieses gewaltigsten deutschen Stromes, das Alles,waren ebenso viel mächtige Triebkräfte, welche die frische Knospe