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Schadow und seine Schule : Festrede
Entstehung
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Den glücklichen Moment dieser Knospenexistenz der Schulebegünstigten außerdem eine Anzahl der förderlichsten Umstände.Vor allem, wie gesagt, die neidlose Jugendfreundschaft derSchüler und die liebevolle Theilnahme des Meisters. Man hates schon oft ausgesprochen und es darf heute und hier alseine unangefochtene Wahrheit betont werden: Schadow warvor allem andern, durch die glücklichste Mischung der seltenstenEigenschaften, ein wahrhafter Lehrergenius, ein organisatorisch-pädagogischer Geist! Die liebevollste Versenkung in die Indivi-dualität des Schülers, das Herausbilden des eigensten Wesensjeder solchen Natur, mit der zarten Beachtung jeder besonderenBegabung, waren sein eigenstes Geheimniß. Selbst eine ver-nichtende Kritik wirkte aus seinem Munde nicht entmuthigend,sondern belebend, und wie oft habe ich ihn selber überraschtgesehen von der Wirkung seines Tadels, der die Kraft desGetadelten verdoppelte, weil er mit unfehlbarer Sicherheit zu-gleich die Mittel zur Besserung angab. Die besten seiner Schülerlernten bald von ihm auch Lehrer zu sein. Darum aber istSchadow's Thätigkeit von der Thätigkeit seiner Schule gar nichtzu trennen, sein größtes Werk ist und bleibt seine Schule.Aber auch der Ort, wo die neue Schule ihre Blütentrieb, erwies sich bald als ganz besonders geeigneter trefflicherGrund und Boden. War doch Düsseldorf von jeher eine ge-weihte Kunststätte gewesen, die schon frühe unter den kunst-sinnigen Fürsten der Pfalz durch Gründung der weltberühmtenGalerie einen Namen als Wallfahrtsort für Kunstfreunde undKünstler gewonnen und behauptet hatte. Das Düsseldorf abervon damals, war noch ein idyllischer Ort, ein rechtes Brutnest