12klasse, deren Werkstätten in den schönen und geräumigen Lo-kalen des alten Galeriegebäudes, welches der Akademie zurBenutzung übergeben worden war, geeigneten Platz fanden.Diese Verbindung des akademischen Unterrichts mit der schaf-fenden Thätigkeit der Jugend, war der glückliche Griff Scha-dow's, welcher bald außerordentliche Erfolge hatte. Seitdemist diese Vereinigung von Ateliers mit den Akademieen, fastüberall mit entschiedenem Vortheil nachgeahmt worden, wennauch nirgend so erfolgreich wie in Düsseldorf, wo eben Scha-dow selber der geistige Regulator seiner Schöpfung blieb undaußerdem noch eine Menge glücklicher Umstände zusammentra-fen. Das frische, fröhliche Zusammenarbeiten so jugendlicherKräfte, die sich alle in einer Weise befreundet fühlten, wieSöhne eines Vaters und das sanfte und fortgesetzte Einwir-ken dieses geistigen Vaters auf die jugendliche Gemeinschaftdurch seine Lehre und seine Werke, war ein idealer Zustandwie er wohl nie bisher in der Wirklichkeit stattgefunden hatte.Es war kein Wunder, daß die Früchte davon nicht aus-blieben und bald die ersten Bilder der jungen Schule auf derBerliner Ausstellung des Jahres 1828 eine enthusiastische Auf-nahme fanden. Der poetische Inhalt dieser Bilder, verbundenmit einer technischen Vollendung, welche die Frucht eben jenestiefen Naturstudiums war, das Schadow so vorzugsweise alsnothwendig betonte, gaben ihnen ein unbestittenes Recht aufdiese Anerkennung, welches der Reiz der Neuheit allerdingsnoch wesentlich erhöhte, denn seit lange war auf dem Gebieteder Oelmalerei, die sich meist auf das Bildniß beschränkt hatte,Aehnliches nicht da gewesen.
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