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Schadow und seine Schule : Festrede
Entstehung
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11für das neue Schinkelsche Theater, ein ausgezeichnetes und daseinzige Werk antiker Richtung, aus Schadow's reichster Epoche,entstanden damals. Das für unsere heutige Betrachtung sicher-lich wesentlichste und folgenreichste Ereigniß jener Zeit aberwar unstreitig die Berufung Schadow's zum Direktor der Düssel-dorfer Akademie, als diese Stelle durch den Weggang vonCornelius erledigt worden war.Es war im Herbst des Jahres 1826 als Schadow seineUebersiedlung von Berlin nach Düsseldorf bewerkstelligte undihm die oben genannten Schüler dorthin folgten, denen sichin Düsseldorf noch I. W. Schirmer und später Bendemannanschlossen, welche den Stamm der Düsseldorfer Schule bildeten.Das laufende Jahr und der heutige Tag bieten somitkeinen bestimmten historischen Anlaß, wie ihn für den gestrigenTag der fünfzigjährige Bestand der Akademie darbot, die be-reits sieben Jahre früher ihre Erneuerung gefunden hatte.Allein hier in Düsseldorf, wo jeder Schritt auf dem Ge-biete der Kunst uns den Namen Schadow zurückruft, bedarfes auch gar keiner besondern Veranlassung, hier ist jeder Tagund jede Stunde geweiht und geheiligt zu seinem Andenken!Die erste Nothwendigkeit, welche damals an ihn herantrat,war eine Reorganisation der Akademie, die mit Beibehaltungder vorhandenen älteren Elemente, besonders des trefflichenInspektor Wintergerst und des gelehrten Prof. Mosler, ge-räuschlos und darum nur desto erfolgreicher vor sich ging.Das Wesentlichste der Neuerung war die Verbindung derAteliers der schaffenden Schüler mit dem eigentlichen Lehr-system der Akademie, die Errichtung einer sogenannten Meister-