10kennen. Zwei andere Schüler waren noch vor den Genannteneingetreten, Kunze und Wegert, beides Berliner von Geburt, aus-gezeichnete Talente und von liebenswürdigstem Naturell, derenkurze Thätigkeit nur einige vielversprechende Erstlingswerkebezeichnen und deren frühen Tod der Meister und die Mit-schüler aus tiefster Seele beklagen mußten. Auch Bendemannbesuchte damals schon, in den letzten Jahren des BerlinerAufenthaltes Schadow's Atelier, als ein sehr junger und be-gabter Schüler, wenn auch nur in der freien Zeit, welcheihm das Gymnasium gewährte, das ihn noch für die Vollen-dung seiner allgemeinen Bildung festhielt.In die frühe Epoche des Berliner Aufenthaltes fällt auchdie Gründung von Schadow's eigenem Hauswesen, die Ver-bindung mit der treuen Gefährtin seines Lebens, die Lust undLeid eine so lange Reihe von Jahren treu mit ihm getheiltund heute mit Kindern und Kindeskindern, hier mit uns ver-eint, den feierlichen Moment eines geistigen Abschlusses derreichen Wirksamkeit ihres geliebten Gatten, mit einem Herzenvoll Dank und Freude und doch auch voll heiliger Wehmutherlebt.Mannigfaltige Werke verschiedenster Art bezeichnen denferneren Aufenthalt in Berlin. Eine große Anzahl Bildnisse,darunter das treffliche Familienbild der Prinzeß Wilhelm vonPreußen, religiöse Darstellungen, insbesondere ein schönes Altar-bild für die Potsdamer Garnisonkirche, die Anbetung der Hirtenvorstellend, und ein anderes für die gothische Kirche zu Schul-pforta, der Auferstandene mit der Siegesfahne zwischen denEvangelisten Johannes und Marcus; ja sogar ein Bacchusfries
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