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Schadow und seine Schule : Festrede
Entstehung
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Mailand, die Schweiz, Stuttgart und Cöln vorerst nach ihrerVaterstadt Berlin zurück. Schwerlich wird Wilhelm damalsDüsseldorf, die Stätte seines späteren Lebens und Wirkensgesehen haben. Die Brüder fanden Berlin wohl wesentlich undnicht zum Nachtheil verändert nach zehnjähriger Abwesenheit wie-der; dennoch konnte Rudolf das schöne poetische Leben Roms nichtverschmerzen und kehrte bald wieder dahin zurück. Wilhelm bliebund lebte sich in die Verhältnisse um so eher ein, als er selbstund seine aus Rom mitgebrachten Arbeiten, besonders eineschöne heilige Familie und die vortreffliche Bildnißgruppe,welche Thorwaldsen, Rudolf und Wilhelm Schadow in lebens-großen Halbfiguren darstellt, die vollste Anerkennung fanden.Die wichtigste Thatsache jedoch in dieser Zeit, war dieGründung eines Ateliers, welches der Staat dotirte undSchadow's Leitung, unabhängig von der Akademie derKünste, übergab. Dies Atelier und das seines Freundes Wil-helm Wach, waren wohl die ersten in Deutschland, welchedas seit Jahrhunderten verloren gegangene Verhältniß vonMeister und Schüler, wieder in die Praxis der Lehrmethodeder Kunst einführten. Es war dies ein Moment von der ge-waltigsten Tragweite für das neuerwachte Kunstleben und zu-gleich der eigentliche Anfang auch der Düsseldorfer Schule.Einige bereits auf der Berliner Akademie studirende streb-same Kunstjünger: Hübner, Hildebrandt, Sohn, Mücke, Köhlerund Lessing waren die Schüler, welche nach und nach in dieWerkstatt des Meisters aufgenommen worden, und die, soweitsie noch unter den Lebenden weilen, heute noch in diesem Ereignißden Wendepunkt ihres künstlerischen Lebens und Strebens er-