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Sollen die Juden Christen werden?
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diese, wie es natürlich ist, physisch stärker sind, als jene . Welchrührend Bild bietet es uns, wenn der kräftige, mannhafteUrenkel sein Knie vor dem uralten Mütterchen beugt und umdessen Segen bittet; wie unnatürlich dagegen ist es. wenndieses gedemüthigt zu den Fü ssen jenes liegen sollte ].,

Mögen darob auch die Feinde der Juden vor Furchterstarren — es ist unleugbar: »Die gegenwärtige christlicheWelt ist jüdisch geworden, indem sie sich zu den Gesetzender Milde und Menschlichkeit bekehrte, die von den SchülernJesu gepredigt wurden« (Renan a. a. 0. p. 27).

Dem Judenthum gehört die Zukunft^

»Denn das Judenlhum, das in der__Vjßxgangenheit s ogut gedient hatte«, sagt Renan mit Recht (a. a. 0.), »wirdauch in der Zukunft seine gulen Dienste leisten. Es wird der

f wahrhaften Sache, der Sache des Freisinns, des modernen

/ Geistes dienen. Jeder Jude ist ein Freund des Fortschritts;

er ist es seinem innern Wesen nach. Die Feinde der Juden

V, sind bei näherem Zusehen zugleich Feinde des m oderneuGeistes. Die Begründer des freisinnigen Dogmas in der Religionsind die jüdischen Propheten. I)er Jud e, indem er d em mo-dernen Geiste dient, thut in Wirklichkeit nichts anderes, als.dem Werke dienen, zu dem er mehr als sonst Jemand inder Vergangenheit; beigetragen und für das er so viel ge-litten hat.« — »Mit einem Worte: Die reine Religion,die wir als das einstige, die gesammte Mensch-heit zusammenhaltende Band ahnen, wird die Ver-wirklichung der Religion des Jesaia sein, jene^ ideale jüdische, von allen beigemischten Schlackenbefreite Religion.« (p. 28.) »Das Paradies auf Erden,d. i. das von den Propheten erhoffte Zeitalter des allgemeinenFriedens, der Glückseligkeit und der Brüderlichkeit, wirdaus dem Beitritt der Menschheit zur Gottesver-ehrung Israels erblühen.« (p. 15.)

Und Renan steht nicht allein mit seiner Prophetie. Seinberühmter Landsmann Athanase Goquerel fils ruft in