Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
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748
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748 1588 101*.

1588.

101..* Hermann Hortenberg au Wilhelm von Baiern. 1

. . . Am 14. März kam Parma's Kämmerer D. Joa. Bapt.Taxius hieher, zum Kf., Chimay und dem Nuntius abgefertigt; erging mit Barvitius von Brüssel weg, Hess diesen aber in Lüttichzurück,iamque suis mandatis expositis hesterno die recessit". . .T. berichtete, Barvitius habe mit Parma über den Waffenstillstandgehandelt, den aber Parma durchaus widerriet,utpote qui adeohuic causae addictum se profitetur, ut, nisi tractatione pacis retine-retur, ipsemet negotium confecturus advolare instituisset". Parmagab dem T. Sehr, an den Nuntius mit, dieser solle sich hüten denKf. zu beleidigen oder zu reizen.Idem Taxius Leodii de Par-mensis voluntate cum Ser te et Dig te S. electorali egit. Quae initioquidem incommoda, imbecillitatem et impossibilitatem obiecit, 2 verumereeta in spem Taxii persuasionibus se ac sua Parmensis arbitriopermisit, ut is nomine et auetoritate S. El. Dig tls uteretur" . . .T. geht wieder zu Parma,sollicitaturus integra mandata de obsi-dione et expugnatione". . . Der Nuntius erzählte ihm gestern, Störhabe dem Hauptmann Taxis das Schloss Alpen für 40000 angeboten,deir andere Taxis sei aber dazugekommen und habe die Sachewiderraten .... Schenk soll von Bonn nach Dillenburg gegangensen, wohin auch Wittgenstein und Solms kommen sollen. 8

Ma. 37814. Or.

nicht aber das Indult,benche lo habbia compiacciuto di aleune letteredi raecommandatione a la S li di N. S re , dimandate, come si crede,non per valersene, ma per provare, se col dar per questa via qualchesperanza di volerse ridurre si fusse potuto facilitare il particolaredel indulto et regaglie". *

1 Vgl. hiezu III. 120; 129; 141; Ehses, N. B. I. 2, 106 f; .110 f.Gott, Gel. Anz. 1900, S. 520 ff; 534.

2 Ueber die damalige starke Verstimmung des Papstes und desNuntius gegen Kf. Ernst vgl. Ehses, I. 2, 78; 87; 97 f; 101 ff.

3 Ein interessantes Sehr, des Propstes zu Geut Aytta (vgl. überihn Lossen, köln. Krieg II, passim) an Minucci, Köln l./ll. Febr.1588 (Ma. 399/58a, f. 78, Cop.) berichtet über die Behandlung derBonner Sache am Hof des Kf. Ernst. Man beschloss sofort an Parmazu schicken und 2 Fähnlein lüttichisches Volk zu werben. Aytta mussteaber ein Gutachten verfassen, in dem er zuerst das Für und Widerder Beibehaltung oder Resignation des Erzstifts Köln von Seiten desKf. erörterte; er empfahl u. a. Aufstellung eines eignen kurf. Kriegs -volks neben dem spanischen im Einverständniss mit Kapitel undRitterschaft. Stör erklärte das ganze Gutachten für überflüssig.In dem hat man aber über 4 ganze Wochen von diser bonnischensachen nie geredt", bis Zeitung vom Durchmarsch 6 spanischer Reiter-fahnen durch Maestricht kam. Aytta ergeht sich dann in der schärf-sten Beurteilung Stor's;der Schenk lacht eins zu Bonn gnueg überdisen unsern veldobristen". Der in Holland gefangene Groisbeeckschreibt, Truchsess begehre Frieden;es ist aber halt ein ding, sovon eim gefangnen kombt", wie die Friedensvorschläge der zu BonnGefangenen an das Kapitel (vgl. G. G. A. 1900, S. 521 A.. 2; LossenII, 633).