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3 (1903) 1587 - 1592
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715
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65*. 1584 715

65* Bericht La Huguerye's vom Hof Johann Casimirs. 1 JiH

(J. C. und die Kontutoren ; freundliche Haltung M. Georg Friedrichs;Vermittlungsversuche L. Wilhelms. Die Heidelberger Disputation undJ. C. Absicht wegen der Widerspänstigkeit der Lutheraner und dervorzunehmenden Reformation Abgeordnete aller pfälzischer Aemterzusammenzuberufen. Ermordung Oraniens; ein niederländischerGesandter an J. C. erwartet.)

2 Die Kontutoren Würtemberg, Ansbach und Landgraf Ludwighaben auf Anstiften des Kaisers sowie der ubiquitistischen Theologenvor einiger Zeit Casimir durch Gesandte ersucht, sie in die Admini-stration der Tutel mitaufzunehmen. Er wies sie ab unter Berufungauf die Goldene Bulle.Le duc de Wirteinberg respond que labulle ne defent pas de luy donner des adjoingtz. II n'y a que ledict duc de Wirtenberg qui presse cest affere- solitite [!] parceux que j'ay dict. Le marquis est ami de dict s r duc Casimir etne faict rien que par maniere d'acquit, estant asses personnellementempeche en l'administration du duche de Brusse par la perte d'en-

Hofmeister ... 29.: Abends zum Kf. gegangen. 30.:mit dem churf.zu schiff gesessen und gen Mainz gefaren, alda Mainz, Trier und Wurmalle bischofen gewesen, uns an der Martinsburg empfangen, uns herlichtractirt". 1. Juli: zu Mainz Ballspiel; Nachmittags Komödie vonEsther und Haman gespielt,welchs 5 stund geweret;" Georg Hansund sein ältester Sohn [Pf. Georg Gustav] kommen. 2.: Sachsenschickt seine Räte zu J. C.churf. verein halben". 3.: im Garten mitdem Kf. von Mainz; Abschied vom Kf. von Sachsen; zu Schiff nachOppenheim. 4.: Neuschloss. 5.: Heidelberg.

1 Ich gebe hier nachträglich den grössten Teil der in II. 293 aus-gelassenen Stellen, mit Ausnahme einiger bedeutungsloser Aeusser-ungen über den Rotenburger Tag und einiger blosser Zeitungsnach-richten. Der Verf. des Schriftstücks ist offenbar La Huguerye, derJ. C. im Herbst 1583 verlassen hatte, um erst nach Sedan und dannzu Conde und Navarra zu gehen. Sein mit gewohnter Weitschweifig-keit gegebener Bericht von seiner Werbung im Namen J. C. beiNavarra und seiner Rückkehr in die Pfalz (La Hug. II, 295327)soll sich nach den von ihm nicht gesparten' genauen Datirungen aufdie Zeit vom 15. Mai bis zum 12. Juli 1584 beziehen, an welch letzteremTag er nach Heidelberg zurückgekommen sein will (S. 327); am12. Juni sei er nach Paris gekommen und noch 6 Tage geblieben,am 28. in Sedan eingetroffen und bis zum 7. Juli dort geblieben(S. 322 f.; 326 f.). Dagegen geben uns die Eintragungen J. C. inseinem Kalender von 1584 folgenden Aufschluss. Am 14. Juni (Heidel-berg):La Hugrie ariva avecque force lettres etnouvelles"; 15.: Nach-mittag:La Hugrie bei mir gewesen, relation geton"; i6.: nach Mann-heim; 17.: nach Oppenheim; 18.: nach Mainz (auf der Reise nachEltville zum Kf. von Sachsen). Dies stimmt überein mit dem Anfangdes Berichts II. S. 221; der Verf. sagt allerdings (was bei La Hug.nicht überraschen kann), er sei am 24. Juni in Heidelberg eingetroffen,fügt aber bei, er habe eben noch r deux jours de temps pour parierä monsieur le duc Casimir" vor dessen Abreise gehabt. Vgl. auchdie II. 293 A. 1 hervorgehobenen Aeusserungen (auf S. 221, 223, 227);hiezu betreffend die Nachricht vom Tod Alencon's La Hug. II, 272;303; 326. Vgl. oben No. 60*

1 Zu II S. 225.