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12. Juni si doch nicht underlassen, zu merer Sicherheit die Sachen dahinzu richten, das sichs auf erzherzog Ernst gedeie und bracht wer, 1und sollen, ob änderst möglich, auf solche mitl und weg hierin(zu facilitierung diser Sachen) bedacht sein, das I. Dt., do chur-und fursten auf si gingen, das Unvermögen der königreiche undlanden darvon nit abhielt, und damit E. kais. Mt. künftigen leibs-erben die abtailung irer jetzt habenden königreich und land auchnicht prejudiciere oder aber ihnen ir ius dardurch begeben wer,sich mit gedachten iren herrn bruedern dahin zu bereden und zuvergleichen, das, do E. kais. Mt. schon I. Dt. dergleichen was zuerhaltuug habender pretension versprochen, so solle es doch merain scheinhandlung sein als das E. kais. Mt. verobligiert warn,solches zu volziehen.
Ferrer vermain baid I. Mt., weil si der churfurst von Sachsenjederzeit gegen E. kais. Mt. und irem hochlöblicheu haus freund-lich und wol gewogen erzaigt, das si mit ihm (sovern sie ändersttuelich achten) vertreulich daraus tractierteu und seines rats hier-über pflegten, aus dem I. Mt. vermain, do man hochgedachteschurf. von Sachsen consens hierin hette, die übrigen werdens nichtweigern, in anregung es wol sovil und mer inen als disem hauszu fromen käme. Neben disem hat auch I. kais. Mt. ad partemgegen mir vermelt und gesagt, ich solle E. kais. Mt. zue disemauimiern, und das si in alweg ehe auf erzherzog Ernst als aufkainen andern ires haus, er sei gleich wer er well, gen wellen;und ihm wer geschriben, das Alenzon hierin alle pöse und disemhaus widerwertige offitia zu tuen nicht feier, zu sechen, ob erdardurch das wasser auf sein mül ziechen kin."
Wollte überdies sein Bedenken ad partem, obwohl unbefragt,dahin abgeben, erstens dass er nicht wisse, ob eine Abtretungvon Königreichen und Landen, besonders Böhmen, „daher es fur-nemblich", ob nun zum Schein oder anders, „beschechen müest",die Untertanen zugeben würden; seines Erachtens wäre das besteMittel, wenn die Succession ohne Königreiche und Lande aufErzh. Ernst zu bringen wäre, ihm ein jährliches Deputat zurUnterhaltung seiner Würde zu setzen und, falls der Kaiser hiezunicht mit dem Seinigen ausreicht, den König zu einem ansehn-lichen Zuschuss zu verobligiren, da diesem und seinem Haus ebenso viel wie dem Kaiser und seinem Haus daran gelegen ist, dassdie Succession nicht davon komme-
Ist von einem guten Ort verständigt worden, „das successioBrabantie imediate der öltern des königs tochter ist und dashierin der prinz aus Hispania durchaus nichts zu schaffen hat nochainige zuespruch haben kin. Dises aber ist ain materi, die beijetziger heirat traetation, so unter handen, nicht beruert werdeninues; nach efectuierung derselben aber haben E. kais. Mt. alsdannObligation, auch das, was ir und der irigen ist, zu suchen. Da
1 Kh. hatte schon am 20. Febr. 1581 den Erzh. Ernst selbst auf-gefordert sich angesichts der Schwachheit des Kaisers zum römischenKönig wählen zu lassen (Nürnb. ebd. III, 108 f.).