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Weiteres über ihr Leibgeding hinaus verordnet hat. Ehem, Zu-11. Dezbr.leger und Tossanus danken für das gnädige Erbieten; berichten Heidel-einhellig, der Kf. sei mit ganz verdächtigem und argwöhnischem bergGemüt hieher gekommen und habe sich nicht versehen so unter-tänigst aufgenommen zu werden, sondern gemeint, „das sein hervater disfals ein anders in testamento wurde cavirt und disponirthaben und die rete mit dem geschmeiss der theologen (wie erdan eben mit diesem wort die theologen genennet) dawieder seinund mit vleiss dahin trachten werden, wie ime herzog JohanCasimir möchte vorgezogen werden." Nach jener Aufnahme zeigteer sich etwas milder, als man sich versehen. Bisher ist an be-sonderen Aenderungen nur der Kirchenrat, „bis daher funda-mentum et nervus ecclesiarum in der Pfalz", abgeschafft, 1 dieKirche zum heiligen Geist mit 2 ubiquitistischen Predigern,Balthasar Waidenbach Propst zu Stuttgart 3 und Christoph Stolzius(„so der itzige churf. graf Jürgen von Erbach gleichsamb beimSchlaftrunk abgehandelt, und meines bedunkens nicht menner sein,welche grosse zeichen tun werden") bestellt und den vorigen diePredigt daselbst untersagt und befohlen worden den jetzigen dieHand zu bieten. 2 Doch tragen sie (Ehem u. s. w.) die Vorsorge,es werde dabei nicht bleiben, sondern bei des Kf. Rückkehr an ■Ostern alles über den Haufen gestossen und verwüstet werden,was mit christlichem Eifer und grosser Mühe angerichtet wordenist. Die 2 neuen Prädikanten werden den Tisch und Predigtstuhlabschaffen, einen neuen Altar oder einen andern Tisch an den Ortdes frühern Altars setzen und einen Taufstein hauen lassen. Abend-und Morgengebete haben sie abgeschafft und gar keine Gemein-schaft mit den vorigen Predigern, „sondern sind singulares, zim-lich stolz und vermessen, wie die Brenzianische priester mehrerteilszu sein pflegen." Bei S. Peter und im Barfüsserkloster predigennoch die vorigen Prädikanten vor vielen Zuhörern; vor 4 Tagenging J. C. mit der Kf. Wittwe, Fräulein, den vornehmsten Räten,Professoren und sonst einer grossen Zahl zur Kommunion, währendJ. C. Gemahlin in die Kirche zum hl. Geist ging, wie kurz vorder Abreise des Kf. dieser mit seinen Räten .zum hl. Geist ging,J. C. aber mit der Kf. Wittwe sich im Schloss predigen Hess. 8
1 Vgl. hiezu I. 8; 31 (S. 240): Struv, Pfältz. Kirchen-HistorieS. 295.
s Vgl. I. 10; Cuno, Tossanus II, 55.
B Vgl. I. 8; 18; Cuno S. 55 f. — Ueber das erste Hervortretendieses Gegensatzes zwischen Kf. Ludwig und J. C. gelegentlich derLeichenfeier ihres Vaters (vgl. I. 8; 31, S. 239 f.) berichtet ausführ-lich der Vertreter des Pf. Johann bei dieser Feier in einem Sehr, ausJwelssheim" [Ibersheim ?] vom 13. November: Am Sonntag [11. Nov.]Hess der Kf. früh 8 Uhr „in der capellen zu hof den Hofpredigerder Gemahlin J. C. [Barth. Hofmann] predigen über das Wort Christizum Hauptmann: Gehe hin, dein Kind lebt, durchaus mit Beziehungauf den verstorbenen Kf. honorifice und wohl ampliflzirt. Nach derPredigt wollte man um 9 Uhr das Morgenmahl einnehmen, „aber eshat sich zwischen dem churf. und herzog Johanns Casimim ein harterstreit erregt, welcher under des churf. hochseligster gedechtnus demThusano oder der itzigen I. Ch. Gn. hofprediger, so ein fromer gelerter
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