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wegen grussen und mich entschuldigen, das ich ir L. nit ge-schrieben hab. Verhoff zu dem lieben gott noch bei ir L. dieMartinsgans zu essen. Darumb wollest du dich befleissen, damitsolche wol feist werde und du dein meisterkunst beweisen kannstsowol auch mit deinem studieren. Und wen du bestehest, will ich direin westerweldische kirben mitbringen. Hiemit z u einer glucklichenbald zusamenkunft dem almechtigen in sein gnedigen schütz bevelen [!].
Datum in eil den 2. Novembris anno 1591.
Dein getreuer vater alzeit J. Casimir etc."
Zerbst. Eigh.
7. Novbr. 651. Johann Casimir an die Landgrafen Wilhelm,
Heidel- Ludwig und Georg.
r S (Werbung und Beantwortung de Fresne's. Die von England ver-langte Belagerung von Rouen. Für den Fall einer ernsthaften Be-drängniss des Königs ein Naehzug zu betreiben. Schlagt Konvent
der Räte vor.)
Werbung de Fresne's nach Ueberreichung eines kgl. Sehr, ausSedan vom 20. Oktober: 1 Dank und. Bericht über den Zug desdeutschen Kriegsvolks; die K. von England habe den K. unterder Drohung, sonst die Hand ganz von ihm abzuziehen, zur Be-lagerung von Rouen gezwungen; ein Misserfolg würde den Abfallder papistischen Ritterschaft vom K. und die Auflösung des ganzenHeeres nach sich ziehen ; daher möchten die Fürsten auf Erhalt-tung der jetzigen Truppen sowie auf einen Nachzug bedacht seinuud ausserdem Anhalt u. a. deutsche Obersteu schriftlich zumAushalten trotz des Ablebens des Kf. von Sachsen ermahnen. Ant-wort : die Belagerung Rouen's, dieses starken Nests, „wie es unsgerümbt und wir hievor selbst gesehen," hat schwere Bedenken,doch wird die K. von England gute Gründe dafür angebrachthaben; der König könnte übrigens nach Einschliessung der Stadtmit Blockhäusern und Schanzen einen Teil des Kriegsvolks zuStreifzügen gegen den Feind gebrauchen; England und die Ritter-schaft werden den K. nicht verlassen; für das jetzige Kriegsvolkmöge der K. Geld zusammenbringen, ohne welches auch einNacbzug nur schädlich sein würde. Das Sehr, an Anhalt u. a.
1 Sehr. Heinrichs IV. an Würternberg vom 10./20. und 16./26. Okt.Lettres miss. III, 502 f; 505; an Johann Georg von Anhalt 10./20.Okt. bei Beckmann II, 303; an Landgraf Wilhelm, 10./20. Okt.,Marb. Frkr. 1591, IV, eigh.; letzteres überschickte de Fr. durch Bongars,da er selbst durch eine Einladung J. C, für den er auch Sehr, hatte,an der Reise nach Kassel verhindert worden sei; der K. stelle aber L.W. an Klugheit und Erfahrung weit über die andern Fürsten (de Fr.an L. W., Frankfurt 27. Okt., Marb. ebd. II, Or.). Die eigh. schrift-liche Werbung Bongars, Kassel 1. Novbr., erwähnt u. a., der K.bestelle de Fr. als seinen „legatuni perpetuum" bei den befreundetenR. Fürsten. L. W. Antwort, 3. Nov., lehnt die Besorgnias wegen desdeutschen Kriegsvolks ab und berührt die Verweigerung des Passesfür fremdes Volk von Seiten der ev. Fürsten sowie die kais. Friedens-handlung. Am 18. Dez. hatte de Fr. Audienz bei Friedrich Wilhelm vonSachsen (Schulenburg und Barth an Kf. Johann Georg, Naumburg 18. Dez.).