Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
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573
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628 -630. 1591 573

jlainzischen u. a. ganz andern Bericht empfangen..... Sein

Abgesandter schreibt, Parma werde sein Volk auf verschiedenenWegen nach Frankreich führen, da seine Absicht die Anhaltischenin Lothringen zuumbgreifen" wegen der Hinderungen der Werb-ungen fehlgeschlagen. Hieraus zu sehen,wie aus antrieb desnäbstlichen nuntii zu Prag bei dem hofrat die ligischen Sachengetrieben und leichtlich patenten ausbracht werden".

Dr. 8843. Or (oline Pr.).

629- Johann Casimir an Johann von Nassau. 23.Septbr.

IgelheimHat der Herzogin von Preussen einen neuen Tag zu Siegenam 9. Oktober vorgeschlagen und will mit seinem Neffen am 8. inDillenburg sein; vorläufig geheim zu halten. 1

Wiesbden. Or.

630. Werbung und Beantwortung des kais. Gesandten 25. Sept.

Trautson. Dresden

(Krankheit des Kf. von Sachsen. Türkennot und R. Tag. Misstrauen

gegen den Kaiser im R. und bei Spanien. Antwort Brandenburgs.

Tod des Kf. Christian.)

Der kais. geheime Rat und oberste Marschalk Paul SixtTrautson traf am 23. zu Dresden ein und wurde wegen derSchwachheit des Kf. von Sachsen an dessen Stelle vom Kf. vonBrandenburg im Beisein der sächsischen Räte gehört. Es warKondolenz und Besuchung wegen der Schwachheit des Kf. Hernacherklärte der Gesandte vor dem Kf. von Brandenburg im Beiseindes Herrn Meisters, Oberhofmeisters Ribbecke undmeiner desoanzlers", der Kaiser wolle, falls Sachsen sterben sollte, sich derWittwe und Kinder mit allen kais. Gnaden annehmen, wobei erdas Handschr. [vom 10./20. Sept.] übergab und um eine geheimeUnterredung mit Brandenburg nachsuchte.....

Ferner haben S. Ch. Gn. allein mit ime geredet, die er be-richtet, S. Ch. Gn. wereu der türkische gewaltige einfall in Ungernbewust. Nun were I. kais. Mt. unmeglich für sich solcher gewaltzu steuren ohne zutun der stende, demnach alle I. kais. M. cammer-guter versetzet, und derowegen wol die notturft, das ein reichs-tag gehalten wurde. I. kais. M. sehe aber, das das vertrauengar gefallen. Man mochte denken, sie hingen zu sehr nach Spanien.Mechte vertraulich und warhaftig sagen, das er es bei Spaniengar verderbet, und befarete sich, hette im reich auch keine folge,mochte also zwischen zweien stulen niedersitzen. I. kais. Mt.muste gleichwol auf beide religionen sehen; bete auch Ch. Gn.als der elteste wolte ime nachdenken. Itidem se facturum. Res-pondit ill mua elector: mistrauen zwischen den stenden sei grob.Se semper consuluisse in melius et ad moderationem. Konig

1 Das gleiche Sehr, noch einmal an J. aus Friedrichsbühel, 25.Sept., ebd. Or. Vgl. No. 620; Altpreuss. Monatsschrift XXXV,207; Krudewig S. 40.