Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
Seite
563
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612-613. 1591 563

Indultper intrar nel possesso senza confirmatione della sede ap ca , ltlwas die Ausrottung des katholischen Gottesdienstes in Westfalenand nach diesem Beispiel die Lösung aller deutschen Kirchen vomGehorsam gegen den apostolischen Stuhl nach sich ziehen würde,et, soemandosi li voti cath ci , metter in necessitä la M t& S. nellediete iraperiali. Per tutte queste cause la supplicai a star saldoalla negativa et procurai d'imprimerle nell' animo il dolore, cheS. S sentirebbe di questa concessione". Der Kaiser antwortete,er freue sich alle diese Einzelheiten erfahren zu haben und werdesich im Fall des Ansuchens daran erinnern und den Papst zu-frieden stellen ..... Das Hausen der protestantischen Truppen

im Mainzischen; man glaubt, sie wollen Geld von Mainz, Trier u.a.Prälaten herausschlagen.Si discorre tuttavia c'habbino mira odi rimettere il Truchses o di aiutare la duchessa di Prussia aconseguire con la forza dell'arme l'intento deH'amministratiouede' stati paterni." Aber nach französischen Briefen, die der SekretärNavarras hier zeigte, werden sie ohne Zweifel nach Frankreichziehen, da mit einer solchen Diversion Navarra nicht gedientwäre. 2 . . .

Rom, Germania 112, 3C8.

12.

613. Wolfgang von Mainz an Christian von Sachsen.

22.Das Kriegsvolk Anhalts hat entgegen der ihm von Sachsen Augustgegebenen Zusicherung und vermutlich auch gegen den Vorsatz MainzAnhalts sich in hiesiger Gegend zu Tausenden angesammelt, ohnedass man trotz der geleisteten Kaution die Richtung ihres Zugserfahren konnte; die Musterung wurde seinem Hoflager geradegegenüber gehalten, so dass er nicht anders konnte als ihnen zurUeberfahrt bei Walluff zu verhelfen, und seine Untertanen habenunter dem langen Stillliegen (von der Ankunft in die Wetterau biszur Ueberfahrt in die fünfte Woche) schwer gelitten. Bittet um Aus-kunft darüber, ob, wie es heisst, auch noch ein starker Nachzugden gleichen Weg nehmen soll, was die Untertanen völlig ruinirenwürde, sowie um etwaige Ablenkung eines solchen Zugs und Beob-achtung der R. Ordnungen bei der Rückkehr-des Kriegsvolks. 3

Dr. 9300. Or. (pr. Kolditz 22. Aug.).

1 Schon am 27. Juli/6. Aug. berichtet C, der wegen dieser Sacheein Sehr. Sfondrato's vom 3./13. Juli und ein Sehr. Prangipani's vom8./18. Juli erhalten hatte, Kurz, dem er gleich nach seiner Ankunftdiese Sache ans Herz gelegt habe, habe ihn versichert, der Kaiserwerde es nie bewilligen, und kürzlich in einer Unterredung bestimmtgesagt,che non vi e tal pensiero et che non si trattarä di questoparticolare, senza che passi a mia notitia. Con tutto ciö per assicuravmimeglio, ne parlarö con S. M 11 alla prima audienza" (ebd. 351). ZumB. von Osnabrück war nach dem Tod Bernhards von Waldeck am26. Mai 1591 der jüngere Bruder des Herzogs Heinrich Julius vonBraunschweig, Philipp Sigismund, gewählt worden (vgl. Stüve,Gesch. des Hochstifts Osnabrück II, 345; über seine "Verhandlungenmit dem Nuntius zu Köln und mit dem Kaiserhof S. 353).

2 Vgl. No. 560; 591; 595.

3 Die Antwort, Kolditz 23. August (Conc. Krell) entschuldigt dieMusterung [vgl. No. 611] und hält den Nachzug für eine Verwechs-

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