564
1591
614-616.
H.August 614Kaisers-lautern
Christian von Anhalt an Christian von Sachsen.
. . , Der Zug durch Weigerung etlicher das Geld ,,iu franz-osischer valor" zu nehmen sehr verzögert. Ausserdem kommendie Waffen und die Pulverwagen von Strassburg sehr langsam sowiedie Wallonen nicht vollzählig. „Dieser langsame zug hat uns vielverdacht bei den geistlichen gemacht". Der Feind glaubt nachden aufgefangenen Sehr., man tue so gemach, um die Schweizerabzuwarten und das Volk Lothringens, der wenig zu bezahlen, zurAuflösung zu bringen. Daher für gut erachtet, „das wir des ge-wiesten spieleten"; gestern rückte der Visconte mit dem Vortrab(3 Fahnen des Feldmarschalls, 3 Dohnas, Regiment Lanty, 600leichte Pf.) ohne Wagen möglichst rasch gegen die Saar vorwärts.
Dr. 9306. Eigh.
15. August
615. Johann Casimir an Pfalzgraf Johann.
Sobald Neuburg, Braunschweig und Würtemberg sich erklärthaben, gedenkt Kursachsen die Bundesakte vollziehen zu lassen.Alsdann erst (nach der Vollziehung) sollen Grafen, Herrn undStädte eingeladen werden. 1
Mc. Geh, Verstendnussen. Conc. (Auszug von Geheimrat Ritter.)
17.
27.
August
Prag
616. Caetano an Sfondrato.
Ein Kurier aus Spanien brachte dem Kaiser Sehr, aus Spanienvom 1. August, worin der König die Entsendung des kais. Ge-sandten in Spanien an diesen Hof mitteilt „per negotii che ricer-cano secretezza et confidenza. V. S. IU ma poträ imaginäre (etfacilmente darä nel segno) la causa di questa venuta, la quäleserä fra pocchi giorni, se bene qul ancora non e publicata" 2 . . .Der Kaiser schickte den Dr. Christoph Hornstein an die Kff. vonSachsen und Brandenburg „per mostrar di tenerne conto et darliparte delle cose oecorrenti et insieme osservare i loro anda-menti". . . .
Rom. Germania 11*, 375. Eigh.
lung mit den spanischen Werbungen, die zehnmal ärger hausen würdenals das jetzt passirte Kriegsvolk; stehe aber der ligische Haufe vonseinem Widerstand gegen den K. von Frankreich nicht ab, so könntees allerdings zu einem Nachzug kommen.
i Vgl. Kitter I, 46 f.
2 Tatsächlich verliess Khevenhüller, der vor allem wegen dersich endlos hinschleppenden Verhandlungen über die Vermählung desKaisers oder seines Bruders Ernst mit der Infantin Isabella zu seinemHerrn ging, den spanischen Hof erst am 16. Okt. 1591; in Prag trafer am 9. Febr. 1592 ein (Khevenhüller, Annales Ferdinandei III,939 f; 1052). Vgl. Stieve, Verhandlungen S. 16; Zöchbaur S. 35;37; 40.